Wer Veränderungen anschieben will, braucht Konfliktbereitschaft, wer Konflikte entscheiden will, braucht legitime funktionale Macht. Torsten Oltmanns & Daniel Nemeyer
Freiheit entsteht nicht dadurch, dass diese Paradoxien verschwinden, sondern dadurch, dass sie sichtbar bleiben und gemeinsam ausgehalten werden können. Olaf Geramanis
Organisationen, die mehr Freiheit ermöglichen wollen, müssen daher Räume für Reflexion und sozialen Austausch schaffen, ohne diese Gelegenheiten sofort wieder eng zu strukturieren. Olaf Geramanis
Wenn ich klar erkenne, dass ein Anspruch an mich gestellt wird – ohne subtile Irritation oder verdeckte Steuerung –, kann ich bewusst wählen, ob ich ihm folge oder nicht. Mit dieser Entscheidung zu leben, ist für mich erwachsener als indirekte Einflussnahme. Olaf Geramanis
... Demokratie: Sie ist keine natürliche Gegebenheit, sondern erfordert kontinuierliches Lernen. Olaf Geramanis
... wenn Asymmetrien der Handlungsspielräume und Machtverhältnisse geleugnet werden, sind sie nicht mehr bearbeitbar. Olaf Geramanis
Die Eigentümlichkeit und Eigenlogik von Organisationen lässt gravierende Zweifel an der Implementierbarkeit von Dialogmethoden in Organisationen aufkommen. Michael Rautenberg
Obwohl der Dialog von seiner Anlage her mit den Grundlagen von Systemtheorie und Konstruktivismus sehr gut vereinbar ist, scheint er für die Organisation nur schwer nutzbar, da große Teile ihrer Bauweise & Eigenlogik seiner Verwirklichung entgegenstehen. Michael Rautenberg
Wann immer eine Machtdynamik in Interaktionen zum Tragen kommt, ist prinzipiell kein Dialog möglich, da die Machtdynamik die Beteiligten in eine asymmetrische Konstellation versetzt. Michael Rautenberg
Das Prinzip der Hierarchie beinhaltet als Kernelement die Asymmetrie, während das Konzept des Dialogs ebenso untrennbar mit dem Element der Symmetrie verknüpft ist. Michael Rautenberg