Karl Grünberg

@KarlGruenberg
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Auf der Straße spielt das Leben seine Dramen /Journalist & Reporter & Nachrufe /
gegen Rassismus / Team Lastenrad / Schreibt u.a. für Tagesspiegel, ZEIT Online, Greenpeace Magazin
Jasper kam am 22.2.2002 auf die Welt. Das fand er cool. Keiner vergaß seinen Geburtstag. Er vergaß auch nie etwas, musste nicht lernen, keine Hausaufgaben machen. Nun räumt seine Mutter sein Zimmer aus, muss verstehen, dass es ihren Jasper nicht mehr gibt. Mein Nachruf.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/nachruf-auf-jasper-grau-ich-muss-aber-nicht-uben-8980738.html
Nachruf auf Jasper Grau: „Ich muss aber nicht üben“

Wozu soll er beweisen, dass er etwas kann? Das ist doch albern. Er studiert, übersteht die Coronazeit. Dann die Reise nach Italien.

Der Tagesspiegel

Cindy starb im Sommer 2021. Von dem Fahrer eines Betonmischers überfahren, als sie in Berlin mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit war.

Vorgestern wurde das Urteil gg. den Fahrer gesprochen. 1000 Euro und 10 Monate auf Bewährung.

Und das, obwohl er zwei Jahre zuvor mit dem selben Fahrzeug ebenfalls beim Rechtsabbiegen einen anderen Fahrradfahren umgefahren hatte. Schwerverletzt leidet dieser heute immer noch an den Folgen.

Auf Cindy schrieb ich damals den Nachruf.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/endlich-wieder-tanzen-5112505.html

Nachruf auf Cindy Bohnwagner: Endlich wieder tanzen!

Sie freute sich auf des Ende des Lockdowns. Und fuhr, wie immer, mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ein Betonmischer überrollte sie in Prenzlauer Berg beim Abbiegen.

Der Tagesspiegel

Eines Tages sitzen ihre Nichten links und rechts und singen ihr „What a Wonderful World“ vor, jede in ein Ohr. Monika liebt das Lied. Dann sagen sie ihr, wie lieb sie sie haben. Und schließlich: „Moni, schöner wird’s nicht mehr, du darfst jetzt gehen.“ Eine Stunde später geht sie.

Mein Nachruf auf Monika im Tagesspiegel.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/nachruf-auf-monika-drews-nicht-die-grosse-buhne-8893375.html

Nachruf auf Monika Drews: Nicht die große Bühne

Sie arbeitet bei der Interflug, dann im Außenhandel, und ab 1989 holt sie alles nach, was sie sich in der DDR nicht getraut hat

Der Tagesspiegel
Verbringe für eine Reportage meine Abende in einer Obdachlosenunterkunft. Das Krasse: Die Menschen, die dort ehrenamtlich sich die Nächte um die Ohren schlagen, arbeiten zum großen Teil schon in sozialen Berufen. Sie sind Krankenschwestern, Suchtberater, Studentinnen der sozialen Arbeit.
Sie machen das Abendessen, sie wischen, machen das Geschirr. Sie hören zu, sie kontrollieren auf Alkohol, schlichten Streitereien, rufen die Polizei, wenn es nicht anders geht und machen morgens Kaffee.
Die Nichten sitzen links und rechts von Monika und singen ihr „What a Wonderfull World“, jede in ein Ohr. Monika liebt das Lied. Dann sagen sie ihr, wie lieb sie sie haben. Und schließlich: „Moni, schöner wird’s nicht mehr, du darfst jetzt gehen.“ Eine Stunde später stirbt sie.
Letzte Momente.
Abschied nehmen.
#Nachruf
In Finnland sind - je nach Länge des Arbeitstags - ein bis zwei Kaffeepausen ("kahvipaussi") von je 15 Minuten Länge gesetzlich vorgeschrieben.

Klima-Bäume anbauen? Eine gute Idee, um CO2 zu binden, Holz zu erwirtschaften und Bienen Futter zu geben? Eine Bauersfamilie mit ansonsten konventioneller Landwirtschaft probiert es aus.

https://www.greenpeace-magazin.de/wegweiser/hanna-stefan-bonsels

Im Sommer letzten Jahres habe ich den Nachruf über die Krankenschwester gerschrieben, die in Berlin frühmorgens mit dem Rad zur Arbeit fuhr und ebenfalls von einem Betonmischer überfahren wurde. Cindy hieß sie. Ich saß bei der Familie, habe ihren Schmerz gespürt, die Tränen gesehen im Versuch das Unvorstellbare zu begreifen. Das letzte was Angehörige dann brauchen, ist eine deutschlandweite Empörung/Instrumentalisierung. Denn um den Menschen, der dort gestorben ist, geht es dabei nicht mehr.

Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Klimablockierer am Tod der Radfahrerin mitschuldig sind.

Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Klimablockierer am Tod der Radfahrerin mitschuldig sind.

Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Klimablockierer am Tod der Radfahrerin mitschuldig sind.

Julius Betschka vom @tagesspiegel: "Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Klima-Blockierer am Tod der Radfahrerin mitschuldig sind. Die Feuerwehr hat die Frau in wenigen Minuten ohne Spezialwagen befreit. Ob eine um (maximal) sieben Minuten frühere Ankunft des Fahrzeugs Überlebenschance erhöht hätte, ist unklar."