Wie sanft der Schlaf wenn Atemwölkchen tanzen
Weil draußen das Winterlicht alles gefriert
Wie ruhig die Nächte im eisigen Garten
Wo weiße Blumen die Gräser verziern
Ach, wenn du die Augen noch öffnest
Bereite dich sorgsam drauf vor
Dass nichts mehr sich regt, noch nicht mal die Herzen
Sie warten auf Tage, die nie wieder gehn
Sie bleiben dabei ganz reglos und einsam
Und hoffen auf nichts mehr, als wär‘s schon geschehn
Was er ihr ins Ohr flüsterte, klang nach einer Entschuldigung: „Von allen Grenzen sind die, die das Herz vor Verletzungen schützen sollen, am stärksten bewacht.“
Da fragte sie sich, wie viel Leben an diesen Grenzen wohl schon hängen geblieben war.
Sprachlos bis Mitternacht bis alles lacht bis niemand mehr fragt, warum das Wort fehlt, wohin es fiel als es in der Stille den Absprung verpasste und niemand mehr fragte, ob es nicht festhalten wolle am Alten, am Sicheren, am Ungesagten.
Vergessen wir’s.
Auf Geheiß fällt nichts durch, so einfach ist es nicht. Vergessen will sowieso immer nur der, den der Gedanke am meisten quält. Und nicht der, der viel zu verzeihen hätte, großzügig.
Aus vergessen wir’s wird deshalb nichts.
Wie wirken wir, wenn wir wider Willen wund wurden während woanders wilde Wesen wissen, wie Wolken wachsen wollen - wohlgemerkt weltoffene?
Jedenfalls nicht in so einem Ton. Nicht in dieser Nacht. Und nicht, kurz nachdem er in ihren Armen geweint hatte.
Der Schlaf hält sich schwer an den Lidern fest und schlenkert mit den Beinen.
Der Atem gibt den Takt vor und wenn er jetzt nicht ins Stolpern kommt, dann schaukeln wir uns sanft zurück unter den Daunenberg. Ins Weiche.
Unter dem Regen hindurch geradelt, der Atem verfängt sich in den Maschen des Schals. Einige einst gelbe Blätter bilden eine Matschschicht vor der Hofeinfahrt. Hinten bellt ein Hund. Niemand freut sich auf den nächsten Tag.
Und wieder dieses Licht, das die Linien in deinem Gesicht zu kleinen Abgründen macht, in die ich mich fallen lassen will.
Wenn sich die Welt verkehrt herum dreht, spring ab.
So reden sie und wissen doch nicht, wie groß die Anziehungskraft ist von etwas, an das man glaubt, sich gewöhnen zu müssen.