Bald 16 Jahre ist es jetzt her, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten das Taliban-Regime in Afghanistan gestürzt haben. Auch Deutschland beteiligte sich mit Soldaten an dem Einsatz, der das Land von der Herrschaft der Gotteskrieger befreien sollte. Man muss kein Afghanistan-Experte sein, sondern nur mal ab und zu die Nachrichten anschalten, um zu wissen: Das hat bis heute nicht funktioniert. Ohne alliierte Unterstützung könnte sich die Regierung in Kabul wohl nicht lange halten, das Land würde wahrscheinlich schnell zurück an islamistische Milizen fallen.

Aber warum ist das so? Die Frage stellen sich natürlich auch Militärs. Das Pentagon kommt in einem neuen Bericht an den Kongress zu einem eindeutigen Befund: Zwar gebe es natürlich viele Ursachen für das bisherige Scheitern. Der größte Einzelfaktor ist jedoch Pakistan, weil Aufständische dort einen Rückzugsraum hätten. "Afghanistan sieht sich immer noch einem extern ermöglichten und unverwüstlichen Aufstand gegenüber", heißt es dort.
"Höchste Konzentration an Terroristen"

Der Report zählt "nicht weniger als 20 aufständische und terroristische Netzwerke". Darunter seien neben den Taliban das Haqqani-Netzwerk und Al-Qaida. Und als wäre das alles noch nicht genug, hat jetzt auch noch der Islamische Staat eine Zelle in Afghanistan etabliert. Der Report spricht von der "höchsten Konzentration von extremistischen und terroristischen Gruppen in der Welt".
https://www.heise.de/tp/features/Hoechste-Konzentration-von-extremistischen-und-terroristischen-Gruppen-in-der-Welt-3768484.html https://www.heise.de/tp/features/Hoechste-Konzentration-von-extremistischen-und-terroristischen-Gruppen-in-der-Welt-3768484.html #Afghanistan #Antiterrorkrieg #Pentagon