Minijobs abschaffen?

Ja, cool… nicht.

Das hieße bei uns: statt 3 Menschen, die sich die Arbeit so aufteilen, dass es für alle familientauglich funktioniert, gäbe es dann nur noch einen Job, 40h (mind.) - und der Mensch müsste dann zeitweise an zwei Orten gleichzeitig sein.
Das wird dufte!

Erhöht den Mindestlohn, macht alle Jobs Sozialversicherungspflichtig ab der ersten Stunde.

Und regelt endlich Vermögens- und Erbschaftsteuer ordentlich und verfassungskonform!

Menschenskind!

Und meinetwegen dreht die Logik bei der Sozialversicherung um.
Statt jetzt prozentual weniger und mit mehr Stunden auf normal ansteigend, dann eben mit wenigen Stunden mehr und sinkend auf normalen Wert.

Aber lasst doch die Menschen selbst entscheiden, wie viel Lebenszeit sie in Lohnarbeit verbringen möchten. Freiheit und so.

@Chaotica
Moment! Momentan ist es so, dass mit mehr Stunden weniger gezahlt werden muss! Zum einen sinkt der Rentenversicherungsbeitrag dramatisch, wenn der Bruttolohn von 0 auf 1 Cent steigt, zum anderen bezahlen Leute ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (d.h. mit Minijob) sogenannte "freiwillige" Beiträge zu Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen-Versicherung (plus Kinderlosenzuschlag plus Krankenkassenindividualzusatzbeitrag) von einem fiktiven (!) Bemessungssatz,
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@Chaotica
was dazu führt, dass ich bei 359,66 € brutto 401,54 Euro Sozialversicherungsbeiträge zahlen müsste. Bei Überschreiten der Minijob-Grenze werden die Beiträge nicht mehr von fiktivem sondern von realem Einkommen berechnet und fallen dann viel niedriger aus. Bei höherem Einkommen steigen die dann wieder an, da hast Du recht. (Froh, dass meine EM-Rente durch ist.)
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@Chaotica
"Aber das geht doch nicht, dann würde es ja Menschen langfristig besser gehen als den Generationen vorher... Das wäre nicht so gerecht!"

Ja, das ist genau das was jemand wie Carsten Linnemann denken würde.
Da bin ich mir sicher!