Ein Waffenhandels-Netzwerk von AfD-Aktivist_innen, PEGIDA München-Akteur_innen, Neonazis ("Der 3. Weg") und Reichsbürger_innen betrieb mindestens von 2016 - 2020 einen deutschlandweiten Handel mit Handgranaten, Sturmgewehren, Pumpguns, Pistolen und Munition. Heute endete ein weiterer Prozess. <1/4>
Die Öffentlichkeit interessiert sich seit Jahren eher wenig für diesen Waffenhandelskomplex rund um die AfD (dessen Ausmaß ein LKA-Ermittler heute dem Gericht noch einmal zu vermitteln suchte). Heute bei der Urteilsverkündung war ich (abgesehen von einem Polizeibeamten) alleine im Publikum. <2/4>
Wegen einer Vielzahl an Straftaten gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie das Waffengesetz wurden schließlich alle vier Angeklagte vom Landgericht München (betont milde, eher am unteren Rand des Strafrahmens) verurteilt: <3/4>
Das ehemalige "Junge Alternative Bayern"-Vorstandsmitglied Jonathan H. wurde zu einer Geldauflage (nach Jugendrecht) von 2000 Euro verurteilt, Michael M., Michael P. und Bernd Z. zu Freiheitsstrafen von 1 Jahr 4 Monaten, 1 Jahr 2 Monaten und 1 Jahr 4 Monaten (alle zur Bewährung ausgesetzt). <4/4>