“Ohne zentralen Ansprechpartner mit wissenschaftsjournalistischem Hintergrund in der Redaktion in Hamburg droht ein Verlust an relevanten wissenschaftlichen Themen im redaktionellen Angebot der reichweitenstärksten Nachrichtensendung des Landes.”

Offener Brief der wpk (Berufsverband der Wissenschaftsjournalist:innen) zu den Umstrukturierungen bei ARD und Deutschlandfunk: https://wpk.org/blog/journalismus-braucht-wissen-nie-mehr-ohne/

“Die geplanten Umstrukturierungen und Reformen bedrohen aus unserer Sicht die Sichtbarkeit und Qualitätssicherung von Wissenschaftsthemen in einer neuen Dimension. Das wäre für eine Gesellschaft, deren Debatten und Diskurse fast immer einen wissenschaftlichen Kern haben, ein ausnehmend schlechtes Zeichen. Erst recht in Zeiten, in denen Demokratie und Wissenschaftsfreiheit tagtäglich attackiert werden.”

@kakape

Eine Gesellschaft, die ihre Debatten auf kommerz. digit. Plattformen führt, die Aufmerksamkeitszeit produzieren sollen, hat sowieso ihre kollektive Willensbildungsfähigkeit verloren.

Es ist völlig egal, welchen medialen Content man in solche Debattenräume stellt. Die Algos merken sofort, dass die Aufmerksamkeitszeit steigt, wenn sie Widersprüche provozieren und verstärken.

@kakape Leider nur konsequent. Nachdem man über 2 Jahrzehnte die Auslandskorrespondenten zusammengespart hat, kann man jetzt die Wissenschaftsredaktion einsparen. Ist ja kein Geld da. Hauptsache man kann sinnlos von panem et circensis äh Fußball WM berichten /s

@erik @kakape

Talkshow Gäste sind billiger als eigene Expertise, oder nicht?

@kakape

Der ÖRR hat sich Reichweite auf Drittplattformen in seinen Auftrag geschrieben. Jetzt dürft ihr nicht jammern, wenn auffällt, dass man für RW auf kommerz. Plattf. keine Wiss. braucht. Man braucht dafür überhaupt keinen Journalismus.
Nichts produziert mehr mediale Aufmerksamkeitszeit als Menschen gegeneinander aufzubringen.
The medium is the message.