Wer von euch Schreibenden nutzt Stift und Papier für die erste Versuon des Manuskripts?
Ich brauche mal eure Erfahrungen, wie gut das umsetzbar ist. Mir gehts beispielsweise darum, ob es nicht furchtbar aufwändig ist, alles abzutippen. Und ob man immer seine eigene Schrift erkennt, ist auch fraglich.

#buchstodon #autor_innenleben #schreiben

@nadine_edel Ich schreibe abschnittsweise im Notizbuch vor, manche Stellen dann aber auch direkt am Computer (wenn mir aus dem Abtippen heraus gute Ideen kommen). Für mich ist das kein Problem, sondern schlicht meine gewohnte Vorgehensweise aber da wird jeder seine eigenen Vorlieben haben.
@Ardeija Ich habe gestern meiner Freundin (sie schreibt selbst nichts) erzählt, dass es auf Papier bei mir besser klappt. Sie wollte wissen, ob das auch andere machen. Daher habe ich hier gefragt.
@nadine_edel meine Antwort wäre "ja". Es ist aufwändig und ich kann oft meine Schrift nicht mehr lesen, aber beides ist ein Vorteil für mich, weil ich dann eine Überarbeitungsschleife quasi "automatisch" schon abarbeite.
Der andere Vorteil ist, dass "auf Papier" auch ein gutes Backup ist.
@Emerenz Das ist definitiv so. Ich habe festgestellt, dass ich mich besser austoben kann als wenn ich per PC schreibe. Meine Lektorin sagt nämlich, ich zeige die Gefühle meiner Prota zu wenig. Daher habe ich gestern Stift und Papier getestet. Sehr erfolgreich.
@nadine_edel ich schreibe einzelne Szenen in ein Notizbuch, wenn ich nicht an meinen Rechner kann. Da meine Handschrift stark davon abhängt, wie ich mich fühle, muss ich auch manchmal entziffern, was ich mir sagen wollte.
@storiesandcharacters Das ist bei mir auch so ;-) Mit PC schreiben geht bei mir halt schneller, weil ich mit 10 Fingern blind schreiben kann. Daher habe ich bisher nur sporadisch Notizbücher genutzt.
@nadine_edel
Mach, was dir am leichtesten fällt, nicht wie es andere tun. Es kommt ja auch immer auf die Situation an. Ich kenne Menschen, die ihre Manuskripte am Smartphone tippen. Wäre nix für mich, ich habe immer ein Notizbuch dabei und schreibe unterwegs viel mit der Hand. Das Abtippen nervt natürlich, aber ich merke, das meine handschriftlichen Sätze wenig Bearbeitung brauchen.
Und ja, manchmal ist meine Handschrift auch für mich schwierig, aber da ich den Text kenne, immer lesbar.
@unionista Schon klar, dass ich danach gehen soll, was mir am leichtesten fällt ;-) Ich wollte nur mal wissen, wie ihr das handhabt.
@nadine_edel Ich tippe manchmal Geschichten ab, die ich als Jugendliches schrieb. Das ist für mich brauchbar bewältigbar inzwischen (seit ich blind und schnell tippe), aber wäre nicht mein Weg heute, weil anstrengend.
@skalabyrinth Das ist das Problem. 🙈 Es ist zu nervig abzutippen.
@nadine_edel Bei Kurzgeschichten mache ich das manchmal. Für ein komplettes Romanmanuskript wäre es mir zuviel Papier und Aufwand und Abtippen.
@diandralinnemann Das ist nämlich auch meine Befürchtung - vor allem, dass ich keine Lust habe hinterher alles abzutippen.
@nadine_edel Das passiert mir auch mit getippten Geschichten. Mein Hirn ist dann so: "Geschichte fertig. Was jetzt?" Und ich so: "Überarbeiten." - "Aber Geschichte fertig??!" :D :D :D

@nadine_edel

Papier und Stift habe ich zu Anfangs verwendet.

Mittlerweile verwende ich den Laptop auch zum Plotten. Das Abtippen meines schlecht leserlichen Geschreibsels wurde mir irgendwann zu mühsam.

Und wenn ich mein Skript am Tablet lese oder das mit Balabolka erstellte MP3 am Handy höre, spreche ich Verbesserungen in die Sprach-App.

@edithmair1 Einsprechen kann ich gar nicht. Ich komme mir da doof vor und kann nicht mehr denken. 😂
@nadine_edel Ich spreche ja nicht selber. Wobei ich auch das schon gemacht habe. Ist Gewöhnungssache. Balabolka wandelt Text in MP3 um. Und da höre ich Fehler, über die ich schon x mal drübergelesen habe.
@nadine_edel Man kann sogar eigene Wörter einfügen, das hat mir für die Mundartbegriffe und regionalen Ausdrücke meiner biografischen Romane sehr geholfen.
@nadine_edel
Keine Chance. Meine Handschrift ist uaS (unter aller Sau), ich schaffe es bestenfalls, eine Widmung leserlich hinzubekommen, aber dann schreibe ich so langsam, daß ich nicht vorankomme.
Bei mir geht seit Ende des Studiums, also seit bald 30 Jahren, alles nur noch per Tastatur.
@Sascha_Raubal Das ist eine Leistung, dass es so unlesbar ist. 😂
@nadine_edel
Eben. Muß man auch erst mal hinbekommen.
@nadine_edel Für mich ist "handschriftlich schreiben" aufgrund einer angeborenen Behinderung immer schon eine riesige Barriere gewesen und daher etwas, was ich nur in Settings getan habe, in denen es nicht anders ging. (Beispielsweise, als ich noch zur Schule ging und Fanfiction hinten im Block geschrieben habe, wenn ich Lehrlauf hatte.)
Da tippe ich tatsächlich lieber auf dem Smartphone.
Andere schwören darauf, weil mehr Kreativität, dies, das.
Meine Hände tun weh, nix mit "mehr Kreativität".
@nadine_edel Es ist also nicht immer eine freie Entscheidung, ob Leute eine handschriftliche Erstfassung schreiben und dann abtippen wollen, sondern oft auch eine, ob das überhaupt für das jeweilige Individuum möglich und sinnvoll ist.
@nadine_edel
Ich schreibe alles zuerst mit Füller in Notizbücher, meist im Format DIN B5.
Das hat den Vorteil, dass es, weil es etwas langsamer geht als am Laptop, mir mehr Zeit zum Nebenherdenken, Vorausdenken bringt, es nimmt mir auch den Druck, gleich "ein Ergebnis" hinkriegen zu müssen. Beim Tippen empfinde ich, es "muss gleich die endgültige Version" sein.
Kommt vermutlich daher, dass die getippte Version für mich meist nur die Sicherungskopie ist.
Ich tippe aber alles abschnittsweise ab.
@jwalesch Irgendwie klingt das ziemlich romantisch. So habe ich es mir immer vorgestellt. Bewahrst du die Notizbücher auf?