Die EU-Kommission evaluiert aktuell die WettbewerbsfĂ€higkeit des europĂ€ischen Bankensektors â und folgt damit nicht unerheblichem Druck aus Berlin und Paris. Doch dahinter verbirgt sich nicht weniger als der Versuch, die gesamte europĂ€ische Bankenregulierung aufzuschnĂŒren.
Damit wĂŒrden vor allem Deutschland und Frankreich der alten Leier der #Bankenlobby folgen: Lasst die Banken mehr Geld verdienen, der Rest wird sich fĂŒgen. Damit wird Europas stotternde Wirtschaft wieder angekurbelt.
Das Problem ist nur: Die Banken schĂŒtten das Geld lieber an ihre Investor*innen aus, als es zu investieren. EuropĂ€ische Banken könnten schon heute mehr Kredite vergeben, wenn sie wollten. 2024 schĂŒtteten die GeldhĂ€user rund 88 Milliarden Euro an Investor*innen aus.
Mit dem Geld hĂ€tten sie, konservativ gerechnet, satte 1.100 Milliarden an zusĂ€tzlichen Krediten vergeben können â ein mehr als anstĂ€ndiges Konjunkturpaket fĂŒr Europas Wirtschaft.
Aber: Die Banken entschieden anders. Die Deutsche Bank baute zuletzt sogar Verlustpuffer ab, um mehr auszuschĂŒtten. In den USA nutzten die gröĂten Institute laxere Kapitalvorgaben flugs fĂŒr AktienrĂŒckkĂ€ufe in Rekordhöhe, die âFinancial Timesâ sprach von einer Buyback Bonanza.
Und besonders fatal ist: Wenn die Banken ihre GeschĂ€fte durch laxere Regeln noch stĂ€rker durch Schulden finanzieren, steigt die Wahrscheinlichkeit einer neuen Finanzkrise. Und damit auch die Gefahr, dass wir alle die Kosten fĂŒr ihre Rettung tragen mĂŒssen.