Warum Graz kommunistisch ist ...

Ich werde nicht selten gefragt, wie es denn möglich sei, dass die zweitgrößte Stadt Österreichs (Graz) eine kommunistischen Stadtregierung hat. Und warum das wenig bis gar nichts mit Ideologie zu tun hat.

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@scheichsbeutel Natürlich hat es was mit Ideologie zu tun.
Von der ÖVP oder den Neos oder der FPÖ gäbe niemand alles über 2300€ von einem Bürgermeisterinnengehalt für soziale Zwecke her.
Gleichheit ist hier kein leeres Wort, sondern Tat.
@roewoe1 Tja - mit welcher Ideologie? Ich habe nicht wenige Linke erlebt, die keineswegs weniger gierig waren als ihre bürgerlichen, rechten Kollegen (die FPÖ lasse ich mal völlig außen vor, die ist bezüglich Korruption über jeden Zweifel erhaben). Gerade die KPÖ war nicht gerade dafür bekannt, sich besonders um Benachteiligte zu kümmern, die "rote Fini" ist über die Staatsgrenzen hinaus bekannt geworden (und nicht durch Wohltätigkeit). Dass Gleichheit, Bemühen um Gerechtigkeit sich in Taten äußern soll: Unzweifelhaft. Dass das Linke tun ist aber fast ebenso selten wie beim ideologischen Gegenüber, jedenfalls fallen mir (außer Graz) keine Beispiele ein. Man sollte einfach - ganz ideologiefrei - Mensch sein, empathisch.
@scheichsbeutel Ideologie im Sinne dogmatischer Sätze, ok.
Ideologie hat aber auch die zweite Bedeutung, nämlich im Sinn von einem begründeten Theoriegebäude.
Wie willst du denn deinen Wunsch nach Empathie begründen können?
Natürlich sagt der Liberale dann: Ich bin eben anders und ich sehe mich und meine Bereicherung als Ziel. Das ist das Gute und Beste. Mit dieser Haltung war auch schon Sokrates durch Sophisten konfrontiert. Richtig ist, was mit nützt und Vergnügen macht.
Wie will man den gegen die Lächerlichmachung von "Gutmensch" vorgehen, wenn nicht auch auf einer fundierten Weise. Das ist dzt. nicht gefragt. Trotzdem will ich nicht auf ein Fundament verzichten wollen.