Ihr kennt sie, all die Hackerinnen in deutschen Spaces die gerade aus Rojava/der Ukraine zurückkamen und keine Zeit hatten noch schnell von Kampf in die Hackerinnenkluft zu wechseln.

Die sind nicht mitgemeint. Und denen wünsche ich heute einen tollen Veteraninnentag 🤪.

Gilt natürlich auch für die, die sich gerade auf die Revolution im Untergrund vorbereiten. Auch wenn ich dann natürlich viele Fragen zu eurer OpSec habe, warum ihr in traditioneller Kämpferinnenkluft im Hackspace sitzt.

Und wenn du dich dazu entscheidest einen Nationalstaat zu verteidigen, dann kannst du das natürlich tun und auch Solidarität dafür bekommen. Ob du das dann aber in der Rolle als Hackerin im Sinne der Hackerethik tust, halte ich für fragwürdig.

Und das heißt auch nicht das dich deine Freundinnen im Hackspace in dieser Rolle dort willkommen heißen müssen.

Und wenn ihr eure Freundinnen in einem Angriffsfall verteidigen wollt - was ich auch tun wollen würde, dann wird es mehr Optionen geben, als für eine klassische autoritäre Organisation wie die Bundeswehr zu kämpfen und sich somit ihren Strukturen und Regeln zu unterwerfen.

Wenn ihr wirklich glaubt, das ihr die Bundeswehr wegen irgendwas toll finden sollt, seid ihr primär auf Propaganda reingefallen.

Und ja ich verstehe das die Bundeswehr euch augenscheinlich die einfachst zugängliche Ausbildung für solche Fälle geben kann. Aber ey niemand hält euch davon ab mit euren Friends euch auf bar or fitness level zu halten, krav maga zu trainieren oder auf den schiesstand zu gehen. Ich halte euch alle für schlau genug für euch was besseres als die Bundeswehr Grundausbildung auf die Beine zustellen.

Krav Maga, Fitness und schießen können reicht halt nicht. Wer bildet Taktik aus, wie sollen funktionierende Kampfgemeinschaften entstehen? Diejenigen, die hier Flecktarnträger ankacken, mögen doch bestimmt auch diejenigen nicht, die regelmäßig MilSim auf belgischen Airsoft-Geländen spielen.

@Lilith

@i_am_outside Weil es ja niemanden auf der ganzen Welt gibt, der gleichzeitig darin mal ausgebildet wurde, mittlerweile diese Strukturen ablehnt und dazu skillsharing anbieten könnte. Und ja es ist schon richtig, das es jetzt nicht so viel Infrastruktur für sowas in nicht eher rechten Kontexten gibt.

@Lilith Gute Offiziere, die die Strukturen der Bw ablehnen, aber außerhalb der Bw ausbilden wollen, und nicht rechts sind. Für wie groß hältst du diese Gruppe? Mehr als man an einer Hand abzählen kann?

Ich nicht.

@i_am_outside @Lilith
Hier, bin Feldpost reservist und mitglied im CCC. War auf Auslandseinsätzen und mus jetzt ukrainischen Linken , welche als Soldaten gegen Putin kämpfen, das diese als Mörder wahrgenommen werden. Ganz großes Kino hier!

@Orbit Ich bin mit "Soldaten sind Mörder" nie einverstanden gewesen. Ich kann das Urteil nachvollziehen, dass diese allgemeine Aussage zu erlauben ist, trotzdem finde ich sie falsch. Kein Soldat ist alleine aufgrund seiner Eigenschaft, Soldat zu sein, Mörder, oder auch nur potentieller Mörder. Mord bedeutet für mich immer "niedere Beweggründe", und Verteidigung ist keiner. Ein Soldat, der zur Verteidigung tötet, ist nicht alleine dadurch Mörder, und auch nicht Totschläger.

@Lilith

@i_am_outside @Lilith @Orbit , es gibt (selbst?) heute keinen Krieg ohne Kriegsverbrechen, die nicht geahndet werden, weil Sieger*innen die Geschichte besetzen. "Verteidigung" ist so dehnbar (siehe USA & Israel u.v.m.). Die Entscheidung gibt die Soldatin an der Kasernenpforte ab und tötet, was mensch ihr vorsetzt. Ob höhere oder niedere Beweggründe ... danach fragt hinterher niemand. Und der Rest wird schöngeredet. Wie immer.