Machen wir das zu #streisand

Mehrere hochrangige Wissenschaftler:innen wurden von der Polizei aus einem Fachkongress der American Diabetes Association abgeführt, weil sie das Editorial der Fachzeitschrift Diabetes Care verteilten, in dem die Gesundheits- und Wissenschaftspolitik von Trump kritisiert wird.

Das sind die Leute, die von Free Speech schwafeln.

Die NYTimes berichten (unlocked article):
https://www.nytimes.com/2026/06/05/well/ada-conference-diabetes-trump.html?unlocked_article_code=1.oFA.JZbr.mwpLXkZmrmf9

Das ist das Editorial, das in den USA genügt, um von der Polizei abgeführt zu werden:
https://diabetesjournals.org/care/article/49/6/901/164764/Misguided-Brushes-of-a-Pen-Continue-to-Dismantle

➡️ Update zur Klarstellung: Im verlinkten Artikel steht eh klar und deutlich, dass nicht die Trumpisten selbst die Polizei riefen. Es waren die Organisatoren des Events, nachdem NIH-Direktor Jay Bhattacharya seine an sich vorgesehene Rede zurückgezogen hatte - offenbar wegen der Verteilaktion. Daraufhin gingen die Organisatoren gegen die Autoren des Editorials der Zeitschrift ihrer eigenen Organisation vor.

Das ist mMn noch schlimmer als eine direkte Aktion der Trumpisten. Weil es die Feigheit von Führungspersonen zeigt, die gar nicht zu MAGA gehören, und weil es zeigt, in was für eine Atmosphäre der Angst MAGA die USA geführt hat.

Police Remove Diabetes Experts From Conference for Distributing Critique of Trump Administration

Several of those escorted out were scheduled to present at the American Diabetes Association conference this weekend.

The New York Times
@docjosiahboone Verstörend aber leider nicht verwunderlich. Dieses Freedom of Speach gilt halt nicht immer und nicht für jede*n.
Das Wissensasyl von Daten aus US-Forschungseinrichtungen ist dringend nötig und darf auf keinen Fall auf amerikanischen Servern (AWS, MS, Alpha...) stattfinden.

@LinHead
Das war ja wohl der Veranstalter, der die Vorgaben gemacht hat und die Polizei gerufen.

@docjosiahboone

@FriedhelmFeldmann @docjosiahboone Und warum folgt die Polizei dem? Der Veranstalter will die Verbreitung einer wissenschaftlichen Schrift, die unter Ägide des Verbandes geschrieben wurde, der die Veranstaltung durchführt unterbinden. OK, so weit verständlich, aber warum will die Polizei die verteilenden Menschen festsetzen? Die müssten ja erst mal checken, wo da ihre Zuständigkeit liegt und gegen was hier verstoßen wird. Das ist schon spooky, oder nicht?

@LinHead

"Und warum folgt die Polizei dem?"
Weil der Veranstalter das Hausrecht hat und die Polizei wie auch in Deutschland dem nachkommen muss.

@docjosiahboone

@FriedhelmFeldmann @docjosiahboone Nicht ohne zu prüfen und nicht gleich mit Verhaftung. Da laufen ältere Herren mit Flyern durch die Gegend, die können doch nicht einfach verhaftet werden. Aber gut, wir kennen das von der IAA München ja ähnlich.

@LinHead
In den USA wir man leider fast wegen jeder "Kleinigkeit" erst einmal verhaftet, was ich absolut nicht verstehen kann.

"In den USA führen bereits kleinere Gesetzesverstöße, wie Verkehrsdelikte oder Verstöße gegen Einreisebestimmungen, oftmals zu einer direkten Festnahme anstelle eines Bußgeldes. Das Strafsystem ist extrem konsequent und die Inhaftierungsrate gehört zu den höchsten weltweit."

@docjosiahboone

@FriedhelmFeldmann @docjosiahboone Auf dem Ärztetag in D wird sicher niemand entfernt, der ein Flugblatt gegen die Politik der Bundesärztekammer verteilt und das ist hier der Punkt. Da knickt ein Fachverband ein, dem seine eigenen Mitglieder eigene Verfehlungen und die der Regierung vorhalten.
Nach außen hin erzählt uns z.B. Vance (letztes Jahr in München) Europa wäre unfrei und wir würden Zensur haben, nach innen sieht es genau umgekehrt aus. Und das ist gefährlich. Mehr sage ich gar nicht.
@FriedhelmFeldmann @LinHead @docjosiahboone in den USA, sind Gefängnisse, ein Wirtschaftszweig die müssen voll sein, damit sie sich lohnen