"Der Skandal ist, dass der Sozialstaat immer noch weiter ausgebaut werden müsste, um der wachsenden Zahl armer Menschen gerecht zu werden. Der Skandal ist, dass ihn nicht wenige Politiker:innen noch immer lieber beschneiden oder gar beseitigen möchten, während sie gleichzeitig keinerlei Konzepte vorlegen, um Armut im reichen Deutschland endlich grundlegend zu bekämpfen."
https://www.fr.de/meinung/13-millionen-menschen-in-deutschland-leben-in-armut-94332304.html
Armut ist kein Zufall – sondern Ergebnis einer Politik, die den Sozialstaat abbaut

In Deutschland sind 13,3 Millionen Menschen von Armut betroffen. Einer vierköpfigen Familie an der Armutsgrenze bleiben nach Miete und Nebenkosten nur 1500 Euro für alles andere.

@HeidrunMueller Merz liefert doch eine Antwort – die Antwort, die Kapitalisten immer geben: Wer arm ist, hat nicht hart genug gearbeitet.

Dass diese Ideologie bereits an dem simplen Fakt scheitert, dass es nicht genügend Jobs gibt, die genug zahlen würden. Und sie blendet auch die menschliche Realität aus: Eltern ziehen Kinder groß, Menschen pflegen Angehörige, sind krank, haben körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, oder sind selbst pflegebedürftig.

Im Kapitalismus haben diese Menschen keinen Wert. Aber sie haben noch einen Zweck: Sie sind die Drohkulisse.