Piraten-Wissen:

Ein Freibeuter oder, im deutschen eher gebräuchlich, Kaperfahrer, war ein privater Seemann, der zu Zeiten des Krieges, von seinem Souverän/Staat eine Lizenz erhalten hat, welche ihn dazu autorisierte, feindliche Handelsschiffe aufzubringen, zu kapern, und zu plündern.
Die Lizenz war der sog. Kaperbrief, im englischen Letter of Marque.

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Die Beute behalten, oft auch das gekaperte Schiff, die Prise, wurden dann zwischen dem Freibeuter, seinen Investoren und dem Souverän aufgeteilt. Zu Beginn des 18ten Jahrhunderts betrug des Königs Teil 20 % der Beute.

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Freibeuterei war für alle Beteiligten ein einträgliches Geschäft. Der König ging kein Risiko ein, bekam aber 20 % vom der Beute und konnte den Handel des Feindes stören. Der Freibeuter hatte oft genug leichtes Spiel mit seiner Beute. Und die Investoren gingen auch nur ein sehr geringes Risiko ein.

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Die Grenze zwischen Freibeuterei und Piraterie war fließend. Vor allem, weil der Gegner die Freibeuter, wenn diese gefangen genommen wurden, als Piraten behandelte. Viele Freibeuter haben aber oft genug die Chance genutzt und haben ein paar Schiffe extra eingesackt. Oder die Beute dann gleich für sich behalten.

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Als, nachdem der Spanische Erbfolgekrieg (1701 - 1714) vorbei war und die englischen und französischen Freibeuter nicht mehr benötigt wurden und entlassen wurden, entschieden sich sehr viele der ehemaligen Freibeuter zur Piraterie zu wechseln.

Viele der berühmt berüchtigten Piraten des goldenen Zeitalters, wie Blackbeard, Hornigold, haben als Freibeuter in der Karibik begonnen.

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