"Das Worst-Case-Szenario gilt nicht als unplausibel, weil die Klimaforschung das Klimasystem nicht richtig verstanden hat, sondern weil es nur bei anhaltender großer politischer Dummheit eintreten würde"

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Warum das Worst-Case-Szenario vom Weltklimarat angepasst wurde

Im neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats wird das Katastrophenszenario angepasst, da eine Erderwärmung von 4,8 Grad mittlerweile als unrealistisch gilt. Das wird von einigen genutzt, um den Klimawandel zu verharmlosen.

tagesschau.de
@chrisstoecker Und dennoch ändert es nichts an der Tatsache, dass dieses Szenario in der Öffentlichkeit nicht als weitgehend unrealistisches Worst Case Szenario dargestellt wurde. Mit diesem Szenario wurde die ganze Zeit die Diskussion geführt. Ich finde es auch schwierig, wenn die Rücknahme des als erfolg der Klimabewegung dargestellt wird. trotz aller Bemühungen steigt ja der CO2 Ausstoß auf Rekordhöhen

@andre wo wurden denn die 4.8° als realistisch dargestellt? Die Diskussion wurde lange mit den 1.5° geführt, selbst als lange klar war, dass wir das reißen, bzw. gerissen haben. Gelegentlich wurden noch die 2.8° diskutiert, die 4.8° wurde oft nichtmal erwähnt.

Gleichzeitig ist es aber RICHTIG und WICHTIG, über den Worst Case zu reden. Dafür ist er ja da
, weil "wird schon nicht so schlimm kommen 🫣" ist keine Strategie mit der man planen kann.

@chrisstoecker

@weddige @chrisstoecker Ein sehr prominentes Beispiel: die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2021 benennt explizit dieses Szenario. Das ganze Urteil des Bundesverfassungsgericht wirkt vor diesem Hintergrund sehr fragwürdig.
@weddige @chrisstoecker Das heißt: Das Gericht bezeichnete einen auf RCP8.5 basierenden Wert als “wahrscheinlich”, ohne das als Extremszenario zu kennzeichnen. ich denke, dieses Thema müssen wir aufarbeiten und das ist nicht das einzige Beispiel. Ich persönlich fühle mich verarscht, weil ich das damals wirklich geglaubt habe und mir die Einordnung des Szenarios unbekannt war.