Es war irgendwann im Jahr 2016 oder '17.

Ich wollte Kekse essen, alle Läden waren zu und ich hatte weder Butter vllt. ein wenig Mehl und unter Umständen keinen Zucker in meinem Studierendenwohnheimzimmer¹.

Aber einen Mini-Backofen.

Also habe ich einen Teig aus Joghurt, Haferflocken und Honig (und sonstigem?) zusammengerührt.

Es wurden großartige Kekse.

Ich habe mir nie die genauen Zutaten notiert.

Ich bereue es bis heute.

#Kekse

1) 'Damals' hieß es glaube noch Studentenwohnheim

@jonitoni Klingt jedenfalls ziemlich lecker. Haferkekse sind sowieso super, finde ich. Paar zerkleinerte Nüsse noch rein, wer's mag und verträgt.

Was das "Studentenwohnheim" betrifft - harmlos: Da gab's früher zum Teil noch ganz andere Ausdrücke..., die mich bereits damals vor vielen Jahren während meines Studiums schockiert haben.
In Göttingen war nahe des Uniklinikums ein Wohnheim mit einer Kellerdisco, die auch von Nicht-Bewohner*innen wegen der guten Oldie-Musik gern besucht wurde.
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@jonitoni Die Tanzkneipe wurde von den Student*innen "Affenbar" genannt. Ich verstand lange nicht, warum. Dann erklärte es mir naivem Ding jemand: In dem Studi-Hochhaus lebten fast nur schwarze Student*innen, vorwiegend aus dem afrikanischen Raum, und einige Asiat*innen...
Selbst die Theologie-Leute und Sowi-Kommiliton*innen brachten den Ausdruck so locker über die Lippen, dass es mich bis heute schaudert. Auf meine Kritik immer nur müdes, lächelndes Unverständnis.

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#Rassismus

@LeilahLilienruh @jonitoni ich hätte jetzt gewettet, dass das ein Studiwohnheim im Osten war. Göttingen? Die weltoffene Universitätsstadt? Heftig.
Anekdote: in den Nachwendewirren wusste die Uni nicht, wer wo in ihren Wohnheimen wohnt. Thorsten hatte sich irgendwie ins Wohnheim geschlichen und hieß dann noch sehr lange der N*, weil er schwarz im Wohnheim wohnt.

@Frau_Ilka @jonitoni Uppsi! Ja, gibt so Worte, die heute zum Glück nicht mehr vielen über die Lippen kommen. Noch...

Das kleine Göttingen war schon immer ein Hexenkessel, in dem extreme Gegensätze aufeinandertrafen: massenhaft Burschenschaftler aber auch viele radikale Linke, unvorstellbare Armut (ich sah Menschen in Lumpen kniend auf den Gittern der Wärmeabluft draußen vor der Uni ihren Teller festklammern und billigstes Mensa-Essen hungrig reinschlingen) und enorm viele elitäre Studis,
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@Frau_Ilka @jonitoni fortschrittl. Profs neben Kollegen, die mit der Aktentasche auf Studenten einschlugen, Gründerzeit-Villen neben bewohnten abbruchreifen Buden, großkotzige BWLer u. Juristen in Lodenmänteln neben Punks ohne feste Unterkunft, pittoresker Altstadtkern umgeben von schrecklichen Plattenbauten...

Habe die schlimmsten fünf Jahre meines Lebens dort verbracht. Für mich heute ein unerträgliches Kaff, das man - um es mit Heine zu sagen - lieber mit dem Rücken anschaut. Sorry, Gö.

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