Wolfgang Staudte – „Die Mörder sind unter uns“ (1946)
Zwischen den Ruinen ist im Deutschland des Jahres 1946 noch kein neues Leben gewachsen. Erstmal wuchs da nur die Verdrängung. Genau deshalb trifft dieser Film bis heute viel härter als fast alles, was das deutsche Nachkriegskino später noch produzieren sollte. Er hat keine Geduld für das beruhigende Märchen vom „Neuanfang“. Es war Wolfgang Staudte, der gezeigt hat, wie die Gesellschaft geistig noch komplett im Faschismus festgesteckt hat. Die Städte sind Ruinen, aber der Mythos der Trümmerfrau war einfach kein adäquater Rahmen für Hildegard Knef. (ARD, Wh.)
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