Ich hab heute erst von der Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus“ erfahren, die vom 1. bis 7. Juni stattfinden soll.

In meinem Seminar, das natürlich eigentlich ein rein physikalisches Thema hat, möchte ich in der Woche mit den Studierenden diskutieren, warum Wissenschaftsfreiheit so wichtig ist für die Demokratie.

Ich denke, am Ende läuft es daruf hinaus: was können wir tun, wie kommen wir ins Handeln?

Hat jemand sowas in ähnlichem Rahmen schonmal gemacht? Wenn ja, wie?

#Antifa

@carbonwoman Born, Jordan und Heisenberg haben zusammen die drei wichtigsten, ersten Paper zur Quantenmechanik in 1925 geschrieben. Die Politik hat sie später getrennt. Vielleicht könntest Du diese Geschichte thematisieren?

@kaMi

Ich hatte schon überlegt, historisch einzusteigen.

Insgesamt hielt sich die Wissenschaft für „unpolitisch“. Die meisten haben einfach die Füße stillgehalten, als ihre jüdischen Kolleg*innen entlassen wurden und emigriert sind und höchstens halbherzig protestiert. Die @DPGPhysik hat das mal für sich aufarbeiten lassen und da ist wohl einiges ist vorauseilendem Gehorsam passiert. Ich erinnere aber die Details nicht.

Hast Du da Materialien zu? Ich kann grad nicht ganze Bücher lesen.

@carbonwoman @DPGPhysik Nein, leider hab ich keine Materialien. Pascual Jordan war SA- und Partei-Mitglied, Born ist nach England immigriert.

@kaMi @DPGPhysik

Es war doch ein bisschen komplexer. Ich habe zwar leider keinen direkten Zugriff auf das Buch, aber hab diesen Artikel gefunden.

Mit dem lässt sich schonmal was anfangen, glaube ich.

Falls Dir noch was über den Weg läuft, immer gerne.

https://pro-physik.de/zeitschriften/download/16330

@carbonwoman @DPGPhysik Kennst Du das Theaterstück Kopenhagen? Das diskutiert sehr ausführlich das Thema Verantwortung der Wissenschaft / Physik aus ganz vielen Perspektiven. Konkret geht es um ein Treffen von Bohr und Heisenberg in Kopenhagen im Jahr 1941.