Debatten unter Polizeischutz? 🛡️ Wenn Extremisten die Bühnen abriegeln wollen, müssen wir freie, sichere Diskursräume schaffen. 🎤

Am verlängerten Wochenende hatten wir erneut zur #SkepKon nach Regensburg geladen. Zur größten Skeptiker-Konferenz im deutschsprachigen Raum kamen rund 300 Besucher, mehr als 30 Referenten standen an drei Tagen auf der Bühne. „Fakten. Mythen. Kontroversen.“ war erneut das Motto. Nicht alle Besucher teilten alle Meinungen, die auf der Bühne vertreten waren. Und trotzdem fanden sie es gut, auch diese Meinungen zu hören. Denn kritisches Denken funktioniert nicht ohne Reibung, Meinungsbildung nicht ohne Pro und Contra, Wissenschaft nicht ohne Prüfung, Demokratie nicht ohne Diskurs. 1/4

Extremisten hingegen, die sich durch eine Ideologie, Religion oder Haltung im Vollbesitz der einzig wahren Meinung wähnen, verachten die Gegenrede, fürchten die Prüfung – und bedrohen den Herausforderer, sogar mit dem Tod.

Unser Gast Ahmad Mansour kam mit Polizeischutz zur SkepKon, um über genau diesen Extremismus zu sprechen – in einem gemeinsamen Panel mit Rebecca Schönenbach, Prof. Dr. Frank Urbaniok und Judith Faessler. Saal räumen, Taschen abgeben, Beamte am Eingang – das war neu für die SkepKon, für manche Besucher auch beklemmend, denn plötzlich spürte jeder, wie ernst es um die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit stehen kann, wenn sie Extremisten im Weg ist. Wir danken unseren Referenten für ihre Entschlossenheit sowie den Personenschützern für ihre Präsenz. 🙏 2/4

Die #SkepKon konnte stattfinden: sicher, ungestört und ohne Bedrohungen.

Doch dann erreichte uns noch während der Konferenz eine Nachricht aus Hamburg: Das linksliberale Debattenformat "Club Volantaire", das auch von Mitgliedern der #GWUP mitgetragen wird, soll dort nicht stattfinden dürfen, weil Extremisten keine Gegenrede ertragen wollen.

"Was ist eine Frau? Feminismus außer Rand und Band" wäre der Titel der Veranstaltung. Till Randolf Amelung, Inge Bell, Prof. Dr. Ilse D. Jacobsen und Marie-Luise Vollbrecht wollen sich der Frage widmen, was queerpolitische Einflüsse im Feminismus bewirkt haben. Ihren Antworten muss man nicht zustimmen. Aber es muss doch möglich sein, dass sie auf einer sicheren Bühne sprechen können, ohne dass Extremisten die Veranstaltung bedrohen! 3/4

Zum Versagen des kritischen Geistes – Club Volantaire