Open Source ist in Deutschland oft gesellschaftlich wichtig, aber rechtlich eher so: Danke für den gratis Pagerdienst.

Es gibt aktuell eine Petition, Open-Source-Arbeit als Ehrenamt anzuerkennen, inklusive möglicher steuerlicher Entlastung.

Finde ich mindestens diskussionswürdig. Denn Infrastruktur, Doku, Maintainer-Arbeit und Support fallen nicht vom Himmel.

Mehr dazu hier: https://www.ehrenamt-opensource.de/

Ehrenamt Open Source: Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt in Deutschland

Eine aktuelle Petition in Deutschland fordert die Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt, um Freiwillige steuerlich zu entlasten (Ehrenamtspauschale/Übungsleiterpauschale).

@engkiosk ich will ja nicht meckern oder aber ich verstehe nicht, wie openpetition funktioniert, aber wenn der erste Satz schon „Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss“ heißt, wieso erstellt man dann nicht direkt eine Petition dort auf der Seite, die dann wenigstens auch bindend wäre, wenn das Quorum erreicht wird?

Zumindest hätte ich dort mitzeichnen können.

@ij Sehr gute Frage. Ich habe mit Boris Hinzer (@webvision), dem Initiator, darüber gesprochen.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war nicht bekannt, dass der Bundestag ebenfalls eine digitale Plattform bereitstellt. Wenn das Quorum auf OpenPetition erreicht ist, können (und werden) die Unterschriften aber beim Bundestag eingereicht, was dann wiederum bindend ist.

So mein Verständnis/Erinnerung. @webvision Kannst du Licht ins dunkle bringen?

@engkiosk @webvision Das mit dem Einreichen waere mir neu. In der Vergangenheit hiess es immer, dass nur ueber die Petitionsplattform des Bundestages Petitionen eingereicht werden koennen, mit denen sich der Petitionsausschuss dann beschaeftigen muss, wenn das Quorum erfuellt wurde.

Wenn sich das in den letzten Jahren geaendert hat, habe ich das nicht mitbekommen...

@ij @engkiosk @webvision

Aus gegebenem Anlass: Der Petitionsausschuss befasst sich mit der Petition unabhängig vom Quorum - ab Quorum wird die Petentin eingeladen.

Die Hürde ist, ob die Petition zugelassen wird (idR ist das nicht, wenn es schon eine "gleiche" Petition gab)

@engkiosk @ij ja genau. Eine Anfrage beim Petitionsausschuss meinte postalische Einreichung gehe auch. Die Plattform selbst garantiert auch eine Einreichung und die ÖVP nutzt die Plattform auch. Selbst ein RA meinte, wir sollten da weiter machen.

@webvision Ok, dann ist das recht neu... auch gut... dann will ich mal nix gesagt haben... :-)

@engkiosk

@engkiosk
Auf der einen Seite ist "Anerkennung als Ehrenamt, inkl steuerrechtlicher Aspekte" sicher wünschenswert.
Leider braucht es dann in den Projekten aber auch mehr Leute für administrativen Overhead. Weil dann "Ehrenamts-Stundennachweise", GDPR-konforme Datenhaltung (da müssen Personendaten von Projektaktiven gepflegt werden), verbindlicheres On/Offboarding von Aktiven/Ausscheidenden uvam.
(Nur meine cents aus der Sicht "gemeinnütziger Verein in Freifunk/Make/Hackspace")

@adorfer Das stimmt. Es wird nicht so einfach sein, dass man in seine Steuererklärung schreibt "50h Open Source". Aber ich denke, wenn es den rechtlichen Rahmen gibt, werden auch Lösungen für diesen Admin-Overhead finden. Aktuell ist wenig Incentive da, eine solche Lösung zu schaffen.
Weiterhin denke ich, dass dies auch primär größere Open Source Projekte betreffen wird und nicht jedes Github-Repo (überspitzt gesagt)

/cc @webvision

@engkiosk ihr bekommt Steuerentlastung für ehrenamtliche Arbeit in D? Krass. In der Schweiz so: ihr wollt gratis arbeiten? Na dann los!
@Chubbypunk nunja, dies ist zumindest die Idee. Engagement im esport wurde vor kurzem auch als Ehrenamt eingestuft. Da ist Open Source ja nicht soweit weg bzw. Nicht undenkbar.
@engkiosk klingt auch voll nachvollziehbar.
@engkiosk @leyrer ich wollte gerade mitzeichnen und zack, Fehlermeldung, „Du hast diese Petition schon unterschrieben“. 🤷‍♂️