Heute beim Späti um die Ecke gelernt: Der Besitzer kennt nicht nur meinen Lieblingstee, sondern auch die Namen der drei Katzen aus dem Hinterhof, weiß welcher Nachbar gerade umzieht und hat mir noch nen Tipp für nen guten Klempner gegeben.

Algorithmen können viel – aber so ne Empfehlungsmaschine baut dir kein Konzern. 🫖

#Kiez #LokaleHelden #Nachbarschaft #Späti

@reeeen "Späti" oder "Bude" im Ruhrpott ist 'Tante-Emma-Laden 2.0'.
Manchmal fürchte ich, die Inhaber oder Mitarbeiter dort möchten eigentlich gar nicht so viel Wissen und Informationen über die Nachbarschaft haben, wie ihnen ungefragt aufgebürdet wird. Ehrenamtliche Sozialarbeiter sozusagen.
@miller @reeeen
Trinkhalle fehlt (Ruhrpott und Frankfurt/Offenbach). Und das war der Grund, warum ich, als ich mal eine sehr günstig hätte erstehen können, verzichtet hatte.
@miller @reeeen
Der war so günstig, dass ihn dann Kunststudierende gekauft hatten:
https://www.herrfleischer.de/
hr.fleischer – Kiosk am Reileck

@Zeitreisender @reeeen Ja schön, Kunst. Auch nett, immer noch besser als Abreißen und Parkplätze stattdessen.

Aber warum muss seit Jahren jede verfickte Location irgendwie "Herr, Frau, Opa, Oma, Onkel... "-blabla heißen? Alberne Kack-Mode das ist.

@miller @reeeen
Danke für den Lacher - ich hätte ihn Terminator genannt - das kann man nur die Leute fragen, die sich dann das Konzept überlegt haben - und das werden viele gewesen sein, in Gruppen wird immer nachgesprochen - und dann kommt man auf diese häufigen Worte wie "der, die, das, Herr, ... u.s.w."
@Zeitreisender @reeeen Hmm... "Terminator", die Tag&Nacht-Grenze auf dem Mond. Ein wirklich ausgefuchster Name für einen Späti. Respekt. 😉
@miller @reeeen
Et ging eher um das Auslöschen von Erinnerungen an das Hallische Nachtleben mit legalen Drogen 😁
Danke😀
@Zeitreisender @reeeen Trinkhalle heißt es hier in #Dortmund *offiziell* natürlich auch.
Aber ich frage mich schon lange, woher diese völlig irreleitende Bezeichnung eigentlich kommt.
Denn erstens ist es nie eine Halle, sondern eher das Gegenteil davon: eine kleine Butze mit ein oder zwei Räumen, maximal 50m².
Und zweitens darf man in oder im direkten Umkreis dieser 'Halle' gar nichts trinken, was man dort gekauft hat.

@miller @reeeen
Die richtige Frage: Es kommt aus der Zeit um die 1880er, wo die Arbeitersiedlungen noch keinen sauberen Wasseranschluss hatten. Um die Arbeiter mit Wasser zu versorgen gab es dann diese Kioske, an denen man Wasser kaufen konnte...

https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkhalle_(Verkaufsstelle)

Trinkhalle (Verkaufsstelle) – Wikipedia

@Zeitreisender @miller Lieb's, obwohl ich Nordlicht von und die Kultur haben wir hier nicht. Habe aber 5 Jahre in Köln gelebt :)
@reeeen @miller
Ich glaub' der Hauptgrund, warum sich das nicht weiter ausgebreitet hat, ist dass man in die Gegenden damals zugezogen ist und nicht weg, entsprechend wird es da weniger Austausch gegeben haben.
@Zeitreisender @reeeen Seh ich auch so. Kultur ist das, was von außen herein stolpert, und was man assimiliert. (Borg anyone?)
@Zeitreisender @reeeen Lieben Dank an den zeitreisenden Wikipedianer. Mein Entschluss steht fest: ich werde nie nach Österreich ziehen, weil es dort nicht mal Jöst-Häuschen gibt.
@[email protected] @reeeen
Den Wiki-Artikel teile ich nur, weil ich nie so ganz sicher bin, ob meine Erinnerung richtig ist, im Gegensatz zu so vielen anderen, bei dem es andersrum ist 😁
@Zeitreisender @reeeen Mach weiter so, mir geht es oft nicht anders. Let them TikTok, we have brains and Wikipedia.
@miller @reeeen
Ich find Kurzvideos als Kunstform faszinierend, kenn' aber bereits die süchtig machende Wirkung von Youtube und halt mich fern. Die kommenden Generationen müssen die Erfahrung erst noch machen.
@Zeitreisender @reeeen Das geht nicht um kommende Generationen, es hat bereits begonnen. Ich beobachte jeden Tag zwangsweise (1€-Job, Jobcenter) massenweise Menschen zwischen 15 - 55 in der Bahn, die komplett verblödet auf ihr Schmierfon glotzen wie Zombies. Muttis mit Kinderwagen und noch zwei kleinen Blagen an der Hand, die auf einen Bildschirm in ihrer Hand starren. Die kommenden Generationen haben bereits verloren, weil ihre Eltern verblödet sind.
Da ist nix mit "Kunstform".
@reeeen Einen kleinen Laden betreiben, das ist nicht einfach ein Job. Das ist eine Berufung und wenn es wer richtig gut macht, dann eine Kunst.