Autos stehen durchschnittlich 23h am Tag rum und verbrauchen dabei viel Platz. Aber auch im fließenden Verkehr nehmen sie pro Kopf viel mehr Platz ein, als jedes andere Fortbewegungsmittel im Straßenverkehr. Kein Bock auf Stau und volle Straßen? Dann braucht es mehr Bus und (Straßen)Bahn! Dafür setzen wir uns ein.

Korrektur: Die Einheit in der Grafik müsste richtig Quadratmeter pro Stunde mal Personenkilometer heißen.

Zur Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5750/publikationen/2020_11_19_texte_213_2020_personenbefoerderung_tb_2_0.pdf

#VerkehrsWende

@VCDeV Im Original sind es Stunden Quadratmeter pro Personenkilometer. Eine nicht ganz intuitive Einheit. Pro zurückgelegten Kilometer belegt ein Fahrzeug pro Person darin 1 Stunde lang diese Fläche, das ist damit gemeint. UBA ist auch nicht Primärquelle, und der Zahlenwert scheint keine Schutzabstände zu berücksichtigen, da er mit steigender Geschwindigkeit sinkt. Das ist in der Grafik somit stark irreführend.

@Naturtrueb Die Einheit ist tatsächlich etwas irreführend, das hätte vermutlich einer längeren Erklärung bedurft.

Die Schutzabstände sind aber mitberechnet. Bei höherer Geschwindigkeit ist der benötigte Schutzabstand zwar größer, aber die Fahrtleistung steigt ebenfalls.

@VCDeV tatsächliche oder empfohlene Schutzabstände? Letztere steigen ja mindestens linear mit der Geschwindigkeit, und zu den Seiten sollte man bei höherer Geschwindigkeit etwas mehr Abstand halten als bei niedrigerer. Daher dürfte der Flächenbedarf, der vernünftig wäre, nie mit dem Tempo abnehmen, sondern muss steigen. Sagt ja auch der Extremfall: Der Flächenbedarf eines ruhenden Fahrzeuges kann durch ein bewegtes nicht unterschritten werden (außer nahe Lichtgeschwindigkeit).
@VCDeV wobei da natürlich „Personkilometer“ gegen null und der Platzbedarf sogar gegen unendlich geht. Das ist der Parkplatz oder Staufalk: wenn sich niemand bewegt, ist der Platzbedarf um vorwärts zu kommen rechnerisch unendlich groß. Nimmt man das konsequent, versteht man, warum Teile der Bevölkerung gegen ein Tempolimit sind: Wenn alle sehr sehr schnell fahren, haben wir praktisch keinen Platzbedarf mehr pro Personenkilometer und Stunde.
@Naturtrueb Es stimmt, der Wert berücksichtigt den Platzbedarf zugunsten von schnelleren Verkehrsmitteln und ignoriert, wieviel Platz Autos beim Parken (oder im "ruhenden Verkehr) einnehmen. Wir haben diesen Wert geteilt um zu zeigen, dass selbst bei einer Berechnung, bei der viele Schwächen des Autos (energie-ineffizient, Platzbedarf beim Parken) nicht einfließen, es trotzdem dass ineffizienteste Verkehrsmittel ist.
@VCDeV Es ist halt noch deutlich ineffizienter als diese Zahlen sagen. Inhaltlich sind wir uns definitiv einig.

@Naturtrueb Das stimmt auf jeden Fall!

Wie gesagt, wir wollten zeigen, dass selbst die autofreundlichste Berechnung ergibt, dass das Verkehrsmittel extrem ineffizient ist im Vergleich. Angesichts der Rückmeldungen hier und auf anderen Plattformen, ist das durch den Beitrag nicht klar geworden. Wir nehmen das für die Zukunft mit!

@Naturtrueb @VCDeV
> Daher dürfte der Flächenbedarf, der vernünftig wäre, nie mit dem Tempo abnehmen, sondern muss steigen.

Der Abstand wurde beim UBA proportional zur Geschwindigkeit angenommen (v * 2s). Da für den Platzbedarf in Fahrtrichtung noch die konstante Fahrzeuglänge dazu kommt, wäre dieser leicht unterproportional zur Geschwindigkeit. Daher halte ich es schon für plausibel, dass der Flächenbedarf in m^2*h/Pkm bei 50km/h geringfügig kleiner ist als bei 30km/h, wie beim UBA.

@rai42 @VCDeV Ja, ich habe auch nochmal nachgerechnet. Tatsächlich sinkt der zeitbezogene Flächenbedarf mit der Geschwindigkeit bis zum Minimum des Bedarfs eines stehenden Fahrzeugs (das wiederum pro zurückgelegten km rechnerisch einen unendlichen Bedarf hat, da es ja steht, also 1/v unendlich wird). Vom Zeitflächenbedarf (nennt man den dann so?) sind schnelle Straßen in dieser Sichtweise tatsächlich effizienter als Tempo 30, aber pssst!