RE: https://climatejustice.global/@parents4future/112415784062894003

"Ehrlich gesagt bekomme ich erst jetzt richtig Angst um die Zukunft meines Kindes" sagte Prof. Lisa Schipper (vor 2 Jahren)

"Als sie 2013 geboren wurde, war ich noch optimistischer, was die Möglichkeit von Emissionsminderungen anging. […]

Die Lage ist düster."

Talking Point! Sprecht darüber, öffentlich, über Eure eigenen Kinder und Eure Ängste.

#Klimakrise #BiodiversitätsKrise #EndFossilFuels

@parents4future

als mein kind ein baby war, vor über zehn jahren, wusste ich schon, dass wasserkriege ein ding sein werden, wenn sie groß ist.

seit sie 5 ist, weiß sie, dass die welt wie wir sie kennen im begriff ist, unterzugehen. das war hart für sie, aber sie hatte gefragt. andere kinder in der kita hatten sie geärgert, weil wir ein gebrauchtes elektro-auto fuhren. die eltern der anderen kinder konnten das derzeit nicht ertragen.

ihre mitschülerinnen erfuhren wenn überhaupt erst in der 4. klasse von dem desaster. ich hatte aber gelernt, dass kinder am besten wachsen, wenn die bedingungen sich nicht erst ändern, nachdem sie schon fast fertig damit sind.

menschen wachsen so, wie ihre umweltbedingungen es erfordern. die bedingungen nach abschluss der entwicklung zu ändern ist der supergau.

darum ist klimawandel für mein kind nun ein alter hut, während die anderen depressionen davon haben und sich zurückziehen. mein kind sucht mehr und mehr eine verbindung zur natur, zum fußboden, zu tieren. wir betrachten den wald, durch den wir manchmal laufen, analytisch um zu schauen wie weit es schon ist. (ziemlich weit).

innerlich herrscht aufbruch.

trotzdem werde ich noch ein kind kriegen.
ich werde auch in der kompletten verwüstung noch supporten, wenn menschen kinder kriegen.

nicht alle menschen haben diese biosphäre zerstört. viele viele menschen wollten sie schützen und wurden dafür bedroht, erschlagen, erpresst. der kapitalismus wars. die technokratie.

und ich glaube daran, dass es einige schaffen werden. und dass es weitergeht, egal wie hart, egal wie schwer. wir sind keine geschlossenen individuen, sondern tragen ideen und tauschen mikrowesen aus. wir sind teil der natur. zusammenschlüsse von abermillionen kleinen viechern, sogar in unseren zellen.

wir können nur machen, was für uns sinn ergibt. egal welche radikalen gedanklichen und körperlichen opfer das erfordert und egal auch, ob das schließlich da hinführt, wo wir sein wollen.

klar wollen eltern ein paradies für ihre kinder.

das paradies ist nicht hier. nicht nur.

aber ein bisschen schon.
auch in einer wüste.

kinder wollen leben. und wir zeigen ihnen, wie das geht.
das ist unser job.

@flaubau @parents4future Mein Kind ist ungefähr im gleichen Alter. Da ich bei S4F aktiv bin, weiß sie über den Klimawandel Bescheid. Es ist unsere Pflicht, dafür zu kämpfen, dass die Emissionen aus fossilen Brennstoffen so schnell wie möglich auf null gesenkt werden. Jedes 10tel Grad zählt. Und unsere Kinder brauchen Gemeinschaftssinn, um der Zukunft entgegenzutreten. Das müssen wir sie lehren. Eine große Herausforderung.
@parents4future hin und wieder lasse ich in den letzten Wochen bei Zukunftsdiskussionen aller Art einfließen, dass nach aktuellen Messungen bereits 2060 kaum noch Insekten übrig sein werden und somit der existenzielle Niedergang der Zivilisation von heute wahrscheinlich sehr viel früher eintritt, als die meisten erwarten, sodass es gar keine Kinder braucht, um Zeitzeugen zu sein. Darauf gabs bisher reproduzierbar null response von irgendwem. Ist die Info zu krass, oder woran liegts? 🧐