Lesen an sich ist eine Rebellion gegen unseren Zeitgeist der sich durch ein Leistungsdogma auszeichnet, ein immer höher, schneller, weiter.
Beim guten Buch der schönen Literatur bestimmst du das Tempo, du entscheidest wann deine Blicke in die Ferne schweifen, wann es weiter geht, wann du das Buch zuklappst und wieder auf. Du bist Herr über das Medium, nicht wie es beim Film oder Radio der Fall ist, wo du dich dem Tempo des Films oder des Radiosprechers anpassen musst.