#FediLZ #Abitur2026 #zeitgemäßePrüfungskultur

Echt krass: Ich lese gerade einen Artikel darüber, wie zurzeit die Abiturprüfungen vorbereitet werden: „Lehrkräfte gingen zwischen den Reihen umher, schauten auf die Hände, auf die Tische, auf die Gesichter – manchmal sogar in die Ohren.” Laut OECD scheint das keine Randerscheinung zu sein.
Wie soll man damit umgehen? Siehe Kommentar im Bild. Ein Umsetzungsvorschlag wurde kürzlich auf LinkedIn gepostet:

https://www.linkedin.com/pulse/pr%C3%BCfungen-bewertung-und-beurteilungen-auf-dem-pr%C3%BCfstand-huck-82vff/

Schulen: Warum Lehrer Abiturienten jetzt prüfend in die Ohren schauen

Mit KI-Anwendungen zur besseren Abiturnote: Schüler können die neue Technologie auf vielfältige Weise nutzen, um sich Vorteile zu verschaffen. Wie reagieren Lehrer und Politik darauf?

WELT

@m_drabe Das Problem ist, dass mit KI viel schwerere Betrugsversuche möglich sind als mit einem einfachen Spickzettel.

Gerade für schwache Schüler, die ohne Betrug mit einer Unterwertung rechnen müssen, lohnt sich das Risiko.

Vorgehen etwa: Kumpel lenkt Lehrer mit Frage ab, Aufgabenstellung wird fotografiert. Hochladen + Prompt formulieren während Toilettengang, dann das Handy durch eine Brotdose verdecken und abschreiben.

@m_drabe Alternative Prüfungsformate können das m.E. nur teilweise lösen - einfach weil sie i.d.R. aufwändig sind. So lange Lehrer*innen 23,5 Unterrichtsstunden haben und Schüler*innen 13 Fächer und mehr, ist das für beide Seiten kaum leistbar.

Eine einfache Lösung wären legale Störsender im Schulhaus während der Prüfungen.

@andreasgoebel

...bei den Störsendern bin ich ganz bei Dir ...ist eine bereits seit Jahren in meinem inneren Schubfach schlummernde Idee...

Andererseits bin ich auch versucht, kreative Schummelversuche zu honorieren ...schließlich scheint die Arbeit der LuL der Jahre zuvor auch irgendwie Früchte zu tragen...

@m_drabe

@wasesha
KI-Einsatz ist i.d.R. nicht kreativ.

Ich habe "damals" mit dem Atari ST und Signum! Biochemie-Spickzettel in superkleinen Fonts gesetzt, das waren Kunstwerke!

Ich habe für meinen Taschenrechner (dem man nicht ansah, dass er programmierbar war) ein Periodensystem und eine pq-Formel programmiert.

Aber an Foto -> chatgpt, bitte löse die Aufgabe ist m.E. nichts kreativ.
@m_drabe

@andreasgoebel
Naja, an einem Betrugsversuch ist ja eh nix kreativ, nimmt man lediglich die Tatsache als solche.

Aber Du hast ja wunderbare Beispiele aus Deiner Vergangenheit gebracht: die Umsetzung (KI) an sich mag dann wenig kreativ sein... aber sich einen Weg zu solcher auszudenken (quasi die Verpackung), da blühen manche regelrecht auf...
@m_drabe

@andreasgoebel Und dann? Leibesvisitation (siehe Flughafenscanner)? Nein, ich empfinde es als übergriffig, jemandem in die Ohren oder Augen zu schauen. Allein die Vorstellung...und dann auch noch die ganzen anschließenden Diskussionen...

Um das Thema breiter zu fassen, wie der Schüler aus NI in seinem Statement, mit Blick auf die zukünftige #Berufsorientierung

Ich habe bis vor kurzem eine mögl. „Abwahl” des Fachinformatikers für absurd gehalten. Der Futuromat "sieht" das bereits bei 50 %.

@andreasgoebel @m_drabe

Ein ehemaliger Schüler hat mir berichtet, dass es in seinem Studium bereits üblich ist, dass Klausuren nur noch in Räumen mit Störsendern geschrieben werden.
In der Schule dürfte das keine realistische Option sein, v.a. nicht in städtischen Umgebungen, wenn während des Abiturs sämtliche Wlan-Netzwerke der Nachbarschaft gestört sind - und die SuS im Stockwerk darüber auch nicht ins Netz kommen.

@wasesha

@andreasgoebel @m_drabe nunja, wenn man die Korrekturzeit einiger Fächer anschaut, wäre ein 30min Kolloquium evtl. ökonomischer und in Hinblick auf illegale LLM-Nutzung besser.

@ralf_weinert @m_drabe Für's Abitur kommt das zeitlich hin.
Für eine normale Mittelstufenklasse hingegen nicht, das kann man ja an den englisch Sprechprüfungen beobachten - wenn das in allen Fächern stattfinden würde, gäbe es kaum noch Unterricht.

Und "gerecht"(er) wäre es auch nicht, es gibt ja nicht wenige Schüler*innen, die lieber schreiben als reden. Die in ein Format zu zwingen, nur weil es Betrüger gibt, wäre nicht fair.