TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."
Ich bin Arzt. Ich profitiere, wenn Geld im System steckt – das ist mein Bias, den ich offen anspreche. Aber was mich antreibt, ist nicht mein Gehalt. Es sind die Patient:innen, die mir erzählen, dass sie keinen Therapieplatz bekommen. Seit Monaten. Manchmal länger. 🧵
26 Wochen Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz. Psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für Krankheitstage.
Die Antwort des Systems? Honorarkürzungen für Therapeut:innen.
Wer das „genug Geld" nennt, redet an der Versorgungsrealität vorbei.

@radiologe

Die Problematik liegt noch tiefer: Im alten Ärzte-System aus dem "3.Reich" machten die alten und Professoren weiter, in #Bayern vom KZ in den Ärzte-Vorstand. Auch als #Psychotherapeuten, vorher als Vereinigung noch "judenfrei", dann bis Ende 1970er nicht offen lesbisch oder schwul, als sonst "nicht ausgereifte Persönlichkeit."

#Gestalttherapie und neue humanistische Formen bis 2000 kaum anerkannt, kaum #Kassensitze, bei 3 Ablehnungen als Ausnahme bei der #Krankenkasse abrechenbar ...

Dabei bräuchte man meist nicht 100te von Sitzungen auf der Couch, sondern oft nur 25 Treffen, um den eigenen Hindernissen auf die Spur zu kommen ... aber auch erkannte Trauma brauchen nicht so lange Pflege, sondern direkten Kontakt.

In #Täuschland wurden die weniger aufwendigen Methoden in die billigere #Verhaltenstherapie geschoben, statt all die Formen von #Gruppenarbeit wie in #Gesundheitszentren und in der #Selbsthilfe anzuerkennen, denn wer ist schon alleine erkrankt?

Es hätten ja auch politische und soziale #Bewegungen entstehen können, die so unkontrollierbar werden wie bei #Corona und #MFCS etc. und langjährigen Folgen ...