Weiß jemand, wie die Daten zur "Sozioökonomischen Ausgangslage von Schulen (SÖL)" der Volksschulen zustande kommen? Die sollen jetzt ja für die große neue Schultransparenz mit den IKMplus-Daten kombiniert werden (wo die herkommen, weiß ich).

"Die sozioökonomische Ausgangslage basiert auf drei Komponenten: Bildungsstand der Eltern/Erziehungsberechtigten, Erwerbsstatus und Einkommen der Eltern/Erziehungsberechtigten sowie Migrationshintergrund und Alltagssprache der Schülerinnen und Schüler. "
Da steht "basiert auf Registerverknüpfungen der Register der Statistik Austria". Was verknüpfen die womit? Wie wird mein Einkommen, Erwerbsstatus und Bildungsstand mit meinem Volksschulkind verknüpft?

https://www.iqs.gv.at/themen/nationale-kompetenzerhebung/ikm-plus-volksschule/glossar-3-jahres-rm/soel

(Weil weder Migrationshintergrund noch Alltagssprache sinnvoll erfassbar sind, ist das Ganze sowieso unbrauchbar. Aber mich interessiert es trotzdem.)

#österreich #fedilz #fediEltern

Sozioökonomische Ausgangslage von Schulen (SÖL)

Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen
@dasgrueneblatt Ist nicht Österreich, aber in Deutschland sind seit 2005/2006 die Schulen verpflichtet, "Merkmale zum Migrationshintergrund" zu erfassen, das sind Geburtsland, Jahr des Zuzugs nach Deutschland und Verkehrssprache in der Familie. Zumindest in Bayern wandert das dann auch in eine zentrale Datenbank. 😯

@damiel_gc In Österreich muss ich bei der Schule immer wieder den Geburtsort und die Staatsbürgerschaft des Kindes angeben. Die Eltern sind mit den Kindern über die Sozialversicherungsnummern verknüpft, also lässt sich vermutlich der Geburtsort der Eltern (aus dem Zentralen Melderegister) finden.

Die Definition der Statistik Austria für "Migrationshintergrund" ist "beide Eltern im Ausland geboren", egal was sonst, aber es gibt noch etliche andere Definitionen.

Das kann ich mir also vorstellen. Sehr aussagekräftig ist es nicht, aber es geht.

Aber die Verknüpfung mit "Erwerbstatus"? Ob ein Elternteil arbeitslos gemeldet ist? "Einkommen"? Uiiuiui. Und Bildungsstand? Ich überlege gerade, wo und wie das verknüpft sein kann.

Die "Verkehrssprache in der Familie" oder Alltagssprache oder Familiensprache oder wie auch immer muss von den Schulen erfasst werden, aber das ist ein extrem problematischer Wert. Es gibt keine Definition, und die Schulen können das nach Gutdünken erfinden. Auf die Idee, das als einzelnen, sauberen Wert zu erfassen, können sowieso auch nur einsprachige Menschen kommen. 🤦