Schwer krank und/oder behindert zu sein ist schon jetzt unfassbar teuer, was viele, die das Glück haben, beides (noch) nicht zu sein, gar nicht wissen. Immer wieder schön, was die Menschen erwarten, was in den Fällen alles bezahlt würde und wie sich schnell und unbürokratisch um alles gekümmert würde. Nichts davon ist der Fall.

Dennoch werden wir dieser Zeit spätestens ab 2028 noch nachtrauern, denn dann muss man reich sein, um sich Krankheiten und/oder Behinderungen noch leisten zu können.

Das ist populistisch und stark vereinfacht, aber das ist mir gerade komplett egal, auch wenn das meinen eigenen Ansprüchen an mich nicht genügt. Vor allem aber genügt unsere Regierung meinen eher bescheidenen Ansprüchen an eine solche längst nicht mehr.

Soziale Verantwortung? Demokratie? Antifaschismus?

Dermaßen konsequent nur nach unten zu treten und der AfD den Schlüssel zum Bundeskanzleramt somit quasi mit Geschenkschleife zu überreichen, muss man sich erst mal trauen.

Divide et impera!

@AnyaKarl mittlerweile, nachdem sie oft genug wiederholt haben, dass sie ja nix mehr dürfen, können sie endlich wieder offen alles machen.

Und ARD & ZDF werden sie weiterhin dazu einladen, ihre 'Sorgen & Nöte' zu artikulieren über die faulen Deutschen & die gierigen Ausländer & das Ganze unterlegt von Mimimi zu diversen Dingen wie notallmen, mein Schnitzel lass ich mir nicht nehmen, der SUV ist ein Grundrecht & die Mittelschicht wird brav nickend vor den Geräten sitzen.

Wir haben fertig.

@AnyaKarl Ja, ich bekomme hier ja auch öfter mit, wie Menschen zum 1. Mal mit dem System konfrontiert werden & welches Erstaunen dann da ist - dabei kann man ja gleichzeitig auf dieser Plattform jede Menge Erfahrungsberichte lesen, aber da sind die Blasen wohl noch zu wenig durchlässig. Und ja, mir graut auch vor dem, was kommt.
@lipow @AnyaKarl für die Meisten dürfte der Kontakt dieser Art mit Ämtern und Regierung während der Corona Pandemie gewesen sein. Und wir wissen Alle, wie vielen Leuten das sehr böse aufgestoßen ist, wie sehr sich die Regierung in das Leben Aller eingemischt hat.
@Blahster
Mir ist eher aufgestoßen, wie sich die Regierungen von Bund und Ländern NICHT ins Leben eingemischt haben - nämlich durch die Verweigerung von Hilfsleistungen, wie günstigen oder gar kostenlosen Masken, Luftreinigern, Desinfektionsmitteln oder auch nur ausreichend Seife und Handtüchern und das Verzögern von Impfungen. Dafür wurden uns Konsum, Massenveranstaltungen und Rücksichtslosigkeit als "Normalität" und "Eigenverantwortung" verkauft.
@lipow @AnyaKarl
@Nike_Leonhard +1 Außerdem werden hier Themen vermischt. Zu viele glauben, wenn sie krank oder pflegebedürftig oder behindert werden, würde die Gesellschaft sie auffangen. Und sind dann erstaunt, wenn sie stundenlang in der Notaufnahme warten, monatelang auf Termine warten & keinen Anspruch auf Hilfe im Haushalt haben, obwohl sie den nicht machen können & Kinder versorgen müssen @Blahster @AnyaKarl
@lipow
Oder keinen Treppenlift bewilligt bekommen, weil sie zwar kaum noch laufen können, aber durchaus in der Lage sind, selbständig zu essen, sich zu waschen und anzuziehen.
@Blahster @AnyaKarl
@Nike_Leonhard Ja, die Liste kannste beliebig lang fortsetzen. Aber wie soll man das auch wissen, wenn öffentlich ständig so getan wird, als gäbe es hier eine Superversorgung, die so teuer ist, dass wir sie uns gar nicht leisten können ... @Blahster @AnyaKarl
@Nike_Leonhard @lipow @AnyaKarl natürlich - ich habe währen dieser Zeit um Rettungsdienst gearbeitet. Wir hatten eine ganze Reihe an Vorschlägen, aber fast nichts davon wurde umgesetzt.
@AnyaKarl Meine seit über 45 Jahren längste Freundin (67 Jahre alt) hat eine Krankenakte, die ein ganzes Bücherregal füllt. Seit anderthalb Monaten liegt sie im Krankenhaus München-Bogenhausen mit einer genetisch bedingten Bluterkrankheit. Die Blutkonserven, die sie brauchte, zählen sich in 10er Litern. Nun viermal am Tag eine Spritze á € 20.000, AOK bezahlt und auch die letzte Hoffnung zum Überleben: ein Medikament, das in BRD noch keine Zulassung hat. Was willst du?
@RenaKWendell @AnyaKarl Wir wollen das diese Versorgung so bleibt oder sogar noch besser wird. Für Frauen wurde in der Vergangenheit bereits Abstriche gekürzt. Die geplante Ehegattenversicherung wird auch erstmal vor allem Frauen treffen. Jetzt sollen Hautkrebsscreenings gekürzt werden. Demnächst vielleicht auch Mammographien? Das weißt Du nicht. Alles ist möglich.
@RenaKWendell Das ist eine krasse Ausnahme, und die Kasse kann kein nicht zugelassenes Medikament zahlen, das bekommt sie wahrscheinlich im Rahmen einer Studie oder eines Compassionate-use-Programms. Worauf @AnyaKarl & ich rauswollen ist das hier: monatelange Wartezeiten auf als dringlich geforderte Untersuchungen. Leute, die nach Umzug keine hausärztliche Versorgung finden & daher zurück in ein anderes Bundesland pendeln. Hilfsmittel & Medikamente, die mehrfach beantragt werden müssen, weil>
@RenaKWendell @AnyaKarl > der Erstantrag reflexmäßig abgelehnt wird. Bewilligungen, die kommen, wenn die Person bereits verstorben ist. Keine zuverlässige Pflege, wenn überhaupt Pflege (siehe z. B. https://www.frauen.bremen.de/sixcms/media.php/13/Demenzpapier_AK%20Pflege_4.2026.pdf , ganz frisch). Ja, es gibt, gerade für besondere Fälle, mit Glück, eine gute Versorgung. Für ganz viele gibt es die nicht & das überrascht Neubetroffene dann immer sehr ...