Georg Tressler – „Das Totenschiff“ (1959)

Das ist vielleicht bisher das seltenste Fundstück unter all den Wiederholungen anlässlich des Todes von Mario Adorf. Die Geschichte eines Schiffes, auf dem Identität zur Ware wird und der Mensch zur austauschbaren Ressource. Lange bevor das Wort Globalisierung überhaupt im Umlauf war, hat dieser Film schon von einer Welt erzählt, in der Herkunft, Papiere und Bürger:innenrechte nicht naturgegeben sind, sondern willkürlich und jederzeit entzogen werden können. B. Traven, der Autor des Romans wusste genau, wovon er schrieb. (ARTE, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/georg-tressler-das-totenschiff-1959/

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Falls jemand das Buch noch nicht gelesen hat, nachholen!

Zu Deinem Wunsch nach einer Retrospektive, die gab es vor ein paar Jahren in München im Stadtmuseum 😊

@OhWeh Puh… dafür nach München zu fahren, wäre übertrieben. Wo doch die Cinémathèque française für mich viel näher liegt… (aber etwas neidisch bin ich doch!) 😇 Was das Buch angeht: Unbedingt! (Ich habe extra nachgesehen… unverständlicherweise ist bei der Büchergilde scheinbar gerade gar nichts von Traven erhältlich… 🤯)

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Das ist witzig, denn als Kind habe ich das Totenschiff in der Büchergilde Gutenberg Ausgabe meines Vaters gelesen. Roter Leineneinband. Erst als Erwachsener kamen bei mir andere Bücher von Traven nach.

@OhWeh Das Buch hab ich vor Jahrzehnten gelesen - unfassbar dicht und beklemmend. Den Film später gesehen, der haut einen um. Ich hab jetzt gezögert, ihn nochmal zu sehen, weil der so eine brutal existenzielle Intensität hat - und ich nicht weiß, ob ich das gerade sehen will, bzw es mir gut tut.

Aber es lohnt sich.
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