Irgendwie find ich diesen Spätkapitalismus wirklich nicht (mehr) geil.

Der Taxifahrer erzählt mir, dass er sein Benzin selbst zahlen muss und deswegen mit der Fahrt Mise macht.

Der Lebensmittellieferant erzählt mir, dass er die Parkgebühren, -strafen, oder Unfallschäden selbst zahlen muss. (1)

@shroombab hhmmm, du hast im Grunde recht und das ist ein großes Problem, aber bei Ordnungsgeldern fürs Falschparken hab ich jetzt eher kein schlechtes Gewissen.
@Gegenwind Die Fahrer*innen bekommen ja klare Zeitfenster vorgegeben, die sie einhalten *müssen*. Zu viel, dass sich in einer Großstadt eine Parkplatzsuche ausgeht. Daher parken sie in der Regel kurz illegal, für weniger als 5 Minuten. Weil ihnen "keine andere Wahl" bleibt. Darauf baut dieses System auf. Sie deshalb dafür abzustrafen aus eigener Tasche.... Die FIRMA für das Zeitdruck-Modell zu bestrafen ist wieder was anderes.
@shroombab sie parken auf Zebrastreifen und Fahrradwegen und gefährden Schulkinder und Radfahrende. Falschparker sind in Städten zu 5% an Unfällen beteiligt [1]. Und wenn sie 50x 5min parken sind das auch über 4 Stunden in Summe.
Wenn mein Job mich zwingt illegal und rücksichtslos zu handeln, dann sollte ich mir einen anderen suchen oder muss wenigstens die strafen für mein illegales Handeln akzeptieren.

„Die amtliche Unfallstatistik
erfasste in 2016 innerorts 9.400 Unfälle mit Personen-
schaden „durch ruhenden Verkehr“ (Unfalltyp 5). Dies
entspricht 4,4 Prozent aller innerörtlichen Unfälle mit
Personenschaden.“

file:///private/var/mobile/Containers/Data/Application/0E159CE8-FCD6-4EF4-A515-9CC97FA8DAC0/tmp/TempDocs/98-unfallrisiko-parken-fuer-fussgaenger-und-radfahrer-data.pdf

@Gegenwind So klappt das mit dem Link aber nicht. 😉