In dieser Woche hat das US-Unternehmen Anthropic sein neues Spitzenmodell im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) angekündigt.

Claude Mythos soll Sicherheitslücken in Software noch effektiver finden können als bisherige KI-Modelle, darunter zahlreiche schwerwiegende Lücken in Betriebssystemen und Browsern. Dies könnten sich potenziell auch Cyberkriminelle zunutze machen. Nach Angaben des Herstellers soll Claude Mythos nicht öffentlich verfügbar werden. 🧵 [1/x]

Als BSI stehen wir mit Anthropic im Austausch. Testen konnten wir das Tool bisher nicht, haben aber im persönlichen Gespräch mit den Entwicklern einen Einblick in die Funktionsweise gewinnen können.

Dazu BSI-Präsidentin Claudia Plattner: "Wir nehmen die Ankündigungen sehr ernst und erwarten Umwälzungen im Umgang mit Sicherheitslücken und in der Schwachstellenlandschaft insgesamt. [2/x]

Konsequent zu Ende gedacht könnte es mittelfristig keine unbekannten klassischen Software-Schwachstellen mehr geben. Dies würde eine Verschiebung der Angriffsvektoren und einen Paradigmenwechsel mit Blick auf die Cyberbedrohungslage zur Folge haben. Zudem stellt sich die Frage, ob - und wenn ja, wie lange - derart wirkmächtige Werkzeuge auf dem freien Markt verfügbar sein werden. Daraus wiederum ergeben sich Fragen nationaler wie europäischer Sicherheit und Souveränität." [3/3]

#Cybernation

@bsi
Soso. "mittelfristig". Aha. Interessante Vorstellung.
Was heisst das denn in diesem Zusammenhang: 2, 5, 10… Jahre?