Finde es eigentlich nur ich pervers, dass Menschen dem Krieg ins Auge sehen, und sämtliche Medien reden automatisch über steigende Ölpreise? Da geht es um menschliche Leben, verdammt. Just me?

@Pistolenkind ich empfinde das ähnlich wie du.

Die Entmenschlichung der Opfer ist meines Wissens eines der zentralen Grundlagen des Faschismus. Vielleicht hat diese perverse Herrschaftsform es gerade deswegen gerade so einfach.

@sebsch Es wird halt so erschreckend normalisiert. Auch jetzt, da es Friedensverhandlungen geben soll, wird gleich gesagt, dass der DAX steigt und die Ölpreise wieder fallen.
@Pistolenkind Da ist wohl die zynische Denkweise dahinter: "Ja, da geht es um Menschenleben, schlimm... schlimm... aber steigende Ölpreise treffen *MICH*" und das ist wichtiger..."

Kapitalismus halt...
@Pistolenkind das ist unsere Gesellschaft seit vielen Jahren. Das menschliche Leid ist hoechstens mediales Abbild. Storytelling und Framing entscheiden ueber das Mitleid und die Empoerung, welche als politische Triebmittel fuer die Fortfuehrug eben jenen Handels benutzt werden, welcher die Kriege foerdert und unterstuetzt.
@MisterSmith Ja, nichts daran ist neu. Aber die Selbstverständlichkeit erschreckt mich doch.
@Pistolenkind und es sollte selbstverstaendlich sein das herauszufordern, damit wir uns daran orientieren koennen. Aber das ist wohl dieses richtige Leben im falschen, was niemensch dauerhaft im Alltag leben kann. Lebenskunst bzw. kontinuierliches Triebmittel.

@Pistolenkind

Da weisste wenigstens wieder, was du den Medien wert bist: Nix.

@GNUmatic Noch weniger als nichts. Die reden halt von Menschenleben, als wäre es nur ein Subfaktor vom DAX.

@Pistolenkind

Das etwa ist deren Perspektive, ja.

@Pistolenkind
Wenn der Dealer stirbt, hat der Junkie Angst um seinen Stoff.