Hab so die Schnauze voll davon, immer nachsichtig, rücksichtsvoll und entgegenkommend zu sein gegenüber Leuten, die sich offenbar nicht mal eine Sekunde Zeit nehmen um nach- oder gar mitzudenken.
@katharoutina es ist so.
@Pterry Weißt du zufällig, wie man da rauskommt?
@katharoutina naja. Mit der ü40 ist meine BS-Toleranz mittlerweile im Promillebereich, Tendenz fallend. Menschen, wo es mir egal ist, ob sie zukünftig noch Teil meines Soziallebens sind, sage ich, dass das für mich so nicht funktioniert und zwar ziemlich direkt und unverblümt. Die Konsequenz ist halt, dass ein Teil dieser Menschen nicht mehr Teil meines Soziallebens sind.
@katharoutina ich kann mich nicht ständig bei anderen darüber auskotzen und nix ändern, wenn ich was machen könnte. Das belastet ja alle Beteiligten. Tatsächlich hilft Kommunikation und klare Grenzen setzen in einigen Fällen.
@Pterry @katharoutina Jetzt wollte ich gerade fragen, wie ich andere zu dieser Selbsterkenntnis bringe. "ich kann mich nicht ständig bei anderen darüber auskotzen und nix ändern, wenn ich was machen könnte. Das belastet ja alle Beteiligten." Aber immerhin ist mir noch rechtzeitig aufgefallen, dass ich damit die wäre, die sich im Internet darüber auskotzt, ohne was zu ändern.
@systemstabilisatorin @Pterry Die Frage ist für mich auch, ob man sich nicht sowieso nur auskotzt, weil man eben nichts ändern kann, und wenn es "nur" subjektiv ist, weil man z. B. den Weg nicht findet. Ich kann es jedenfalls nicht drauf ankommen lassen und im Zweifel den Kontakt zu Kolleg*innen einstellen, mit denen ich nunmal arbeiten muss. Und nein, da gibt es keine gemeinsamen Vorgesetzten, die vermitteln oder ein Gespräch moderieren könnten oder so.
@katharoutina @systemstabilisatorin ich möchte venting auch nicht per se verdammen, weil es manchmal auch etwas aggressiveres rubber ducking ist oder man manchmal wirklich nix ändern kann. Die Wiederholung ist ja eher das, was mürbe macht.
@Pterry @systemstabilisatorin Klar, und auch die Dosis macht das Gift.
@katharoutina @Pterry Ich hatte einen konkreten Fall im Kopf, wo jemand ständig meckert, aber klare Handlungsmöglichkeiten nicht ergreift. Da kann ich versuchen, das Ganze in eine konstruktive Richtung zu drehen. Oder eben selbst handeln und - in dem Fall ist es möglich - den Kontakt reduzieren.
@katharoutina @Pterry Deine Situation erinnert mich an eine ehemalige Kollegin. Ich habe irgendwann nach Feierabend nach einer anderen Stelle geschaut, obwohl ich in dem Institut sonst so glücklich war. In dem Moment habe ich erkannt, dass ich mir das von ihr nicht kaputt machen lassen will und konnte ab dann drüber stehen, wenn auch mit viel Gemecker Leidensgenoss:innen gegenüber. Eine wirkliche Lösung des Problems war das natürlich nicht.
@systemstabilisatorin @Pterry Zumindest hast du eine Weg für dich gefunden, damit umzugehen und dir deine tolle Arbeitsstelle nicht nehmen zu lassen. Das ist doch gut! 😊 Manchmal geht perfekt leider nicht.
Ich tröste mich damit, dass zumindest die eine Kollegin in ein paar Jahren in den Ruhestand gehen wird.
@Pterry Privat kann ich das mittlerweile zum Glück auch, beruflich ist es leider gerade... herausfordernd.