Warum empfehlen Hersteller für Modbus-über-TCP eigentlich Cat7-Kabel?
Warum empfehlen Hersteller für Modbus-über-TCP eigentlich Cat7-Kabel?
Auch langsame Übertragungsverfahren mit hoher reichweite profitieren von hochwertigen leitungen.
Cat7 hat bessere schirmung, kleineren elektrischen Widerstand und geringere kabelkapazitat.
Da kann man noch einige meter mehr reichweite herausholen gegenüber einfachen leitungen.
Ist natürlich immer eine abwägungsfrage ob es nötig ist
(Ist die länge schon grenzwertig, hat die umgebung ein hohen störpotenzial..)
Das müssten aber seeeeehhr lange Kabel werden, oder wirklich übelst gestörte Umgebungen. 😏
Meine These: Einfach das höchstwertige reinschreiben, um selbst keine Supportfälle zu bekommen.
(Zumal bei der Datenmenge, die da fließt, ein 10MBit-Link mehr als ausreichend wäre. Ja, ich weiß, würde ich auch nicht machen, denn genügend switche können das nichtmals mehr…)
Naja, wenns über IP laufen soll, würde ich als Hersteller auch "state of the art" netzwerkkabel empfehlen.
Wenn man neu verkabelt nimmt man doch kein cat5 mehr, auch wenn man könnte.
Ich denke da immer so: wir als technisch versierte menschen würden ohnehin vernünftiges material einsetzen. Aber da sitzen an schreibtischen ahnungslose menschen, die ohne solche empfehlung fragwürdige entscheidungen treffen.
Nutzungen ändern sich, was heute nur ein modbus endpunkt ist, hat morgen plötzlich einen gbit switch am kabel. Wildwuchs ist überall.
Im baugewerbe bin ich immer etwas peinlich berührt wenn das elektrogewerbe als "telefon zuleitungen" zu neu gebauten wohnungen tatsächlich das billige bunte sprechanlagenkabel verlegt, und kein netzwerkkabel. Ist schon für vdsl nicht das richtige, und für FTTB mit g.fast erst recht keine gute idee. Funktionierende Leerrohre sind ja eher selten.
Scheint so ein hobby zu sein sich beim neubau gleich mit in den eigenen fuß zu schießen 😆