Was mir gestern am meisten Sorge bereitet hat, war die Sprachlosigkeit. Meine eigene - aber vor allem die Sprachlosigkeiten von Menschen in Machtpositionen.
Heute denke ich - mal wieder - darüber nach, wie wir Widerspruch leben können. Warum wir ihn brauchen und wertschätzen müssen. Und üben.
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Gefühlt ist alles schon von allen gesagt. Die Wiederholung von Dingen, die eigentlich klar sein müssten, die offensichtlich zutage liegen, ermüden mich. Gleichzeitig ist es ein Luxus, müde zu werden in dieser Welt - sich das leisten zu können, weil das eigene Leben nicht bedroht ist.
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Nicht von Krieg zumindest und eben nicht direkt und unmittelbar. Aber es ist nicht nur Müdigkeit. Mir fehlen die Worte. Mir fehlen die Worte diese Welt zu beschreiben, in der mächtige, skrupellose Männer alles Menschliche verachten. In denen das Recht des Stärkeren zelebriert wird.
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Eine Welt, in der Menschen aus Politik und Medien versuchen, das alles noch irgendwie zu erklären und damit sanewashing betreiben. Eine Welt, in der versucht wird, zumindest den eigenen Vorteil noch im Untergang allen Menschlichens zu greifen. Es ist doch auch gut für uns!
Ist es das?
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