@Thore Mit "bereits am Markt" meine ich eben nicht "frisch emittiert".
Alle weiteren Verkäufe sind nur noch Kasino, von denen das Unternehmen nichts hat. Auch der nominelle Wert ist eine eher theoretische Größe und schwankt durch Kleininvestorenverhalten eher homöopathisch.
Das Kasino ist kritikwürdig, gilt aber für alle Aktien gleichermaßen - egal ob Amazon, Rheinmetall oder eine theoretische ethisch-saubere AG mit höchsten Idealen.
Und dass da nur Geld "für Spielereien"¹ reingehen sollte, gilt für alle Investitionen: Niemand sollte sich die Genossenschaftsanteile an (zum Beispiel) Green Energy eG vom Mund absparen, auch wenn der Laden im großen und ganzen ein ethischeres Investment sein dürfte als Amazon (gut, das ist Ethiklimbo).
Ein Klimageld (und gern auch umverteilte Sonderabgaben auf andere externalisierte Kosten) als gesellschaftliches Schmerzensgeld wäre besser (und würde gerade denen nützen, die sich kein "Spielgeld" leisten können), aber bis das kommt, sind wir vermutlich schon durch Verrottung selbst zu Klima geworden.
Von daher muss man sich wohl leider selbst ums Schmerzensgeld kümmern, was in unserer Gesellschaft gewohnt-unfair abläuft. Aber es deswegen überhaupt nicht machen?
¹ Bei der armutsbetroffenen Freundin scheint das ja ne Sache zu sein, die sie nur macht, wenn alles andere irgendwie geregelt ist.