RE: https://mastodon.social/@tazgetroete/116356861186194682

Die Klimabewegung ist deswegen so hart bekämpft worden, weil sie eben gezeigt hat, dass die Klimapolitik nur Marketing ist. Was dann in der Folge demonstriert hat, dass auch der Rechtsstaat nur Marketing ist.

Den meisten Leute in Deutschland ist das egal. Bis sie dann rausfinden, dass es bei den Dingen, die ihnen wichtig sind, genauso ist. 🤷‍♀️

Lesenswertes Interview.

@Fischblog Klima ist egal. Zukunft ist egal. Erleben sie ja nicht mehr. Es zählt nur das jetzt und Gewinn.
@susannelilith
Nicht alle von denen haben keine Kinder. Wie reden die sich das schön?
@Fischblog

@jkruse_de

Ist doch eigentlich ganz einfach: Sie wissen, dass die Klimakatastrophe nicht aufzuhalten ist. Ganz gleich, ob sie in Askese leben, oder Emissionen verballern wie Taylor Swift (wozu ihnen die Mittel fehlen).
Gleichzeitig haben sie den nachvollziehbaren Wunsch, ihren Kindern etwas zu bieten, zB Urlaub in Ägypten.

Man muss das nicht teilen, aber so abwegig kann ich das nicht finden.
Warum Urlaub in Bautzen, wenn Manager täglich Hamburg-Frankfurt fliegen?

@susannelilith @Fischblog

@Thore @jkruse_de @susannelilith Genau so ist es. Ich kann das auch total nachvollziehen. In der aktuellen Situation sind symbolische Verzichtsrituale von Durchschnittsmenschen einfach nicht relevant.

@Fischblog

Eine armutsbetroffene Freundin mit zwei Kindern tut Vieles, um ein gutes Beispiel zu sein: Lebensmittel aus dem Hofladen, Fair-Trade-Klamotten usw. Dabei müssen sie und vA die Kinder immer zurück stecken, egal welche Krise gerade ist ("Hartz-4-Kinder").
Seit einigen Jahren investiert sie heimlich ein paar Euro in MSCI World, weil sie auch mal ein Stück vom Kuchen abhaben will.
Es fällt mir schwer, sie dafür zu verurteilen

@jkruse_de @susannelilith

@Thore @Fischblog @jkruse_de

Da gibt es nichts zu verurteilen. Sie denkt an die Zukunft und hofft auf eine etwas bessere Welt. Ich drücke ihr die Daumen, dass sich ihre Investition auszahlt.

@susannelilith

Das Nonplusultra ist es natürlich nicht. Da beteiligt man sich an den dreckigsten Unternehmen der Welt, zB Amazon. Besser werden Welt und Klima dadurch nicht.
Abgesehen davon, dass die Rendite wie immer von Menschen erarbeitet wird, die selbst nicht davon profitieren. Hat schon was von Kolonialismus.
Finde auch schon, dass man an den Finanzmärkten bestimmte Akteure und Muster verurteilen kann, aber das ist natürlich meine persönliche Ansicht

@Fischblog @jkruse_de

@Thore Vom Kauf einer Aktie, die bereits auf dem Markt war, hat das Unternehmen rein gar nichts.

Die wenigsten Menschen hantieren mit Werten, bei denen ihre Meinung als "Miteigentümer" eine Rolle spielen würde.

Es kann daher m.E. durchaus stimmig sein, beispielsweise als Pazifist Aktien von Rüstungsunternehmen zu halten, denn man drückt damit keine Unterstützung aus, nur "ob es mir nun passt oder nicht: ich vermute, dass das Gewinn abwirft."

Diesen Gewinn würde ich als Schmerzensgeld verbuchen dafür, in einer kaputten Gesellschaft leben zu müssen, in der solche Unternehmen erfolgreich sind.

@susannelilith @Fischblog @jkruse_de

@patrick

Interessante Perspektive.
Dagegen spräche, dass ein Unternehmen im nominellen Wert steigt, je begehrter die Aktien sind.
Wenn die Aktie aber frisch emittiert wird, um dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen, unterstützt man es natürlich mit einem Kauf bei diesem Vorhaben.
Ich würde mich persönlich unwohl damit fühlen, einen Teil von Amazon zu besitzen.

Am "Schmerzensgeld" stört mich, dass die Höhe davon abhängt, wie viel Geld man für solche Spielereien zur Verfügung hat

@patrick

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich von Aktien nicht viel Ahnung habe und selbst keine besitze.
Korrigiere mich also bitte gern, wenn ich falsch liege