Selten auf so viele (Möchtegern?) Linke getroffen, wie hier, die die absolute Deutungshoheit für sich beanspruchen und ähnlich autoritär wie Rechte durchs Fedi preschen. 🫠
Hab ich einen Trend verpasst?
Also nicht, dass ich Trends hinterherhechten würde… #linke #autoritaere #fediverse
Ach doch. Auf vormals Twitter und sie treiben hier unter gleichen Namen weiter ihr von einer imaginären Reichweite getriebenes Empörungsspiel. Verrückt. Es funktioniert. Sie haben Tausende Follower*innen, die ihnen nahezu bedingungslos folgen und ihre, wie sie es so „nett“ nennen Blockempfehlungen sehr gern nachkommen.
Vielleicht etwas überspitzt: für mich ist kaum ein Unterschied zur Rechte Szene zu erkennen.
Einige von ihnen jammern jetzt hier rum, dass wir hätten Habeck haben können und haben während des Wahlkampfs zur BTW alle, die in sachlich geführten Diskussionen für die Grünen Partei ergriffen haben ganz antiautoritär (Sarkasmus) geblockt. Wäre es nicht so tragisch für uns alle, würde ich jetzt aus vollem Halse lachen und sagen: told you so.
Witziger Weise sind sie zu einem großen Teil deckungsgleich mit denen, die die Letzte Generation nicht nur kritisierten, sondern auch vorverurteilten für ihre Aktionen.
Nicht alle Aktionen waren gut. Ja. Aber so sieht Solidarität von Links definitiv nicht aus.
Und weil Linke so wenig solidarisch sind und sich nicht unterstützen, wenn es keine nahe 100%ige Übereinstimmung gibt, haben es die Rechten so leicht.
@moralapostel wie definierst du Deutungshoheit angewendet auf deine tröts? Ich kenne linke, die die soziale Frage nicht automatisch mit der ökologischen verbinden. Beim Autofahren gibt es einen klassenübergreifenden Konsens, dass es ohne nicht geht. Linke sind auch nur Menschen. Ich wäre froh, wenn linke wenigstens einig sind, dass die Mieten zu hoch sind, Reiche vom Steuerrecht bevorzugt werden und man sich für Frieden einsetzen muss.