Die Debatte um das Deutschlandticket nimmt in Zeiten der Energiekrise an Fahrt auf. Viele fordern eine Rückkehr zum 9-Euro-Ticket, der Chef der Eisenbahngewerkschaft EVG schlägt jetzt eine temporäre Preissenkung um 30 % vor, um die Menschen zu entlasten.

https://www.tagesschau.de/inland/energiepreise-spritpreise-mehrwersteuer-100.html

@NDR Schade nur, dass die Bahn und andere Öffis derzeit vielerorts nicht oder zu unpünktlich fahren bzw die Anschlüsse nicht klappen. Ich würde schon lieber für den Preis des jetzigen D-Tickets fahren als mit dem Auto. Allerdings wäre ich dann täglich rund 4 statt 1,5 Stunden unterwegs. Immer vorausgesetzt alles fährt.

@hjes @NDR
Das heißt: Für dich ändert sich durch ein 9-Euro-Ticket absolut gar nichts.
Du nutzt keine öffentlichen Verkehrsmittel und würdest es so oder so nicht kaufen.
Aber wenn sich für dich nichts ändert - warum bist du so dagegen? Für andere bringt es definitiv Verbesserungen. Das hat sich gezeigt, als wir das 9-Euro-Ticket hatten.

Dass die öffentlichen Verkehre wieder besser werden müssen, ist ja eine anderes Thema.

@C_Ottenburg @NDR Und ein billigeres D-Ticket wird nichts daran ändern, dass Produktion und Transport von Waren, insbesondere Lebensmittel, teurer werden. Fragen Sie mal einen Landwirt, was ihm ein 9-€-Ticket zum Betanken seiner Landmaschinen bringt. Solche Vorschläge sind in der jetzigen Situation reiner Populismus.

@hjes @NDR
Sie unterliegen einem Denkfehler: Es kommt zunehmend weniger Rohöl in Europa an. Die Menge des zur Verfügung stehenden Diesels nimmt daher ab.
Diese geringer werdende Menge Diesel auf private PKW und und landwirtschaftliche Maschinen zu verteilen, nützt Landwirten genau was?

Wenn Sie Landwirte, Speditionen etc. günstiger versorgen wollen, müssen Sie daher dafür sorgen, dass der private Spritverbrauch sinkt. Und Instrumente wie Preisobergrenzen und Übergewinnsteuer erwägen.

@hjes @NDR
Und vielleicht muss man dann auf dem Dorf und in den Speckgürteln auch mal selbst kreativ werden und Fahrgemeinschaften bilden, wie sie in den 70er und 80er Jahren noch absolut üblich waren.
Ein bisschen mehr Eigenverantwortung kann auch in diesem Bereich erwartet werden. Nur weil man ein Auto gekauft hat gibt das einem noch keinen Anspruch auf umfassende Subventionierung beim Gebrauch.
@C_Ottenburg @NDR Auch nur Theorie. Früher sind viele in die gleiche Fabrik gefahren, z. B. rund um Wolfsburg zu VW. Heute arbeiten viele verstreut und fangen zu unterschiedlichen Zeiten an. Und manche, wie ich, wohnen in der Stadt, arbeiten aber nicht am Wohnort. Ich denke, wo es möglich ist, bilden Menschen Fahrgemeinschaften, aber es ist eben nicht immer möglich.
@hjes @NDR
Dee letzte Satz ist sehr bezeichnend: Sie denken, dass Menschen schon Fahrgemeinschaften bilden, wissen aber nicht, ob das wirklich passiert.
Gleichzeitig werfen Sie mir vor, das was ich schriebe, sei "nur Theorie".
Mit anderen Worten: Sie haben eine Überzeugung und an der wollen Sie festhalten. Das ist Ihr gutes Recht, aber damit ist auch jede weitere Diskussion sinnlos.
Schöne Ostertage noch.