Stanley Kubrick – „Spartacus“ (1960)

Ein Moment, in dem das Kino seine ganze eigene Geschichte neu überschrieben hat: Dieser Film gehört ganz ohne Zweifel zu den ganz seltenen Fällen. Er ist noch immer ein Monument. Aber auch eines, das immer noch unter seiner Oberfläche brodelt. Kein sauberer Sandalenfilm, sondern ein hochpolitischer Kommentar. Einer, der unter der Last seiner eigenen Entstehungsgeschichte fast zerbrochen ist und genau daraus noch immer seine ganze Wucht zieht. Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov und Laurence Olivier. (ARTE, Wh.)

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@mediathekperlen
etwas viel Pathos - jedenfalls für mich. Klar verdienten sich alle ihre Oscars. Kein Einspruch.
Und andere Historien-Schinken nahmen es auch nicht so genau mit historischer Genauigkeit. Mich schreckt eher Kubricks Brutalität ab, die er umso präziser einsetzte, was er an historischer Präzision wegliess.

@enigma Sehr viel Pathos sogar! Da triffst du den Punkt! Aber, mal ehrlich… wenn ich das mit den anderen Schinken vergleiche, in die ich die Tage tatsächlich reingeschaut habe, dann geht es hier eigentlich. „Die 10 Gebote“ kann ich nicht mal mit ironischer Distanz mehr ertragen und bei „Cleopatra“ bin ich glatt eingeschlafen.

Auch bei der Gewalt hast du vollkommen recht. Ich weiß nicht, ob Douglas oder Kubrick dafür verantwortlich waren. Jedenfalls war das ein gezielt eingesetztes und beabsichtigtes Merkmal. Das fällt wirklich auf. Was die historische Genauigkeit angeht, glaube ich wirklich, dass die ihnen ziemlich nebensächlich war. Ich bin da aber auch nicht halb so viel Nerd, wie ich es gerne wäre. Da verlasse ich mich jederzeit auf dein Urteil. 😌

@mediathekperlen
mich interessierte wieviel vom ganzen Film ( 3x früher ) noch auf Kubrick zurückging. Denn Douglas warf Anthony Mann ( Historien-Monumental, viel Gewalt ) nicht sofort raus, so dass man Kubrick dennoch als 2. Wahl bezeichnen darf. Hochinteressant, wie Mann angebl wegen seiner denunzierenden Rolle in McCarthy Ära von Douglas kritisch verfolgt wurde. Douglas zählte zu den Hollywood-Ten ( Bogart, u.a) gegen McC. . Es musste also ein europ. Regisseur werden
@enigma @mediathekperlen Wobei schon das Buch meiner Meinung kein "sauberer" historischer Roman sein sollte, sondern eine Anklage der Unterdrückung von Menschen durch Menschen.