So ein modernes Sakko hat vorne zwei oder drei Knöpfe, für das die Schneiderin oder der Schneider sorgfältig entsprechende Knopflöcher fabriziert und bereitgestellt hat. Davon das unterste aus modischen Gründen nicht zu nutzen scheint mir ähnlich bescheuert wie diese aufgenähten Reißverschlüsse ohne Funktion.

Ja, ich hab auch an meinem Lodenmantel Knöpfe, die ich nur bei Schneesturm brauche, aber dann sind sie sinnvoll.

Aus der Serie: „Ich hab Mode noch nie kapiert“

@Lapizistik Es setzt sich bei vielen Sakkos echt schlecht hin, wenn der untere Knopf zu ist, und es lassen sich auch schwerer die Hände in den Hosentaschen verstecken. Ist wie beim Lodenmantel - die Situation, in der der untere Knopf besser geschlossen wäre, kommt insgesamt sehr selten vor, also hat die Bequemlichkeit gesiegt und daraus Mode gemacht.

@foyglgezang Das ist eine Frage des Schnitts, letztlich des funktionalen Designs. Bei den Jackets, die ich so trage (ich hab kein Sakko), gibt es keinen Grund, genau den untersten Knopf offen zu tragen (eher trag ich sie vor allem indoor völlig offen). Ich sage überhaupt nichts dagegen, zu unterschiedlichen Zwecken unterschiedlich zu knöpfen (oder funktionale Reißverschlüsse von unten oder oben zu öffnen oder zu schließen. Das ist Flexibilität und Anpaßbarkeit und nicht Mode.

Und nein, beim Lodenmantel gibt es überhaupt keinen Grund, den untersten Knopf offen zu lassen. Der Knopf, von dem ich hier sprach,, versteckt sich unterm Kragen, den ich bei Bedarf hochklappen und dann auch verschließen kann – braucht man selten, aber wenn, dann ist dies vorgesehen.