Aiwanger rügt Reiches Wind-"Vollbremsung": Bayern sehr betroffen
Aiwanger rügt Reiches Wind-"Vollbremsung": Bayern sehr betroffen
Manche Leute sind gut darin, Veränderungen in politischen Stimmungen zu erspüren.
Wie z.B. der Söder, der mal Bäume umarmt und nach Fukoshima unter Androhung seines Rücktritts einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie forderte, und dann mal das Aufhängen von Kruzifixen in staatlichen Amtsstuben verlangt.
Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, Bayern wolle 30 Millionen neue Bäume pflanzen. Das klingt viel. Die Zahl relativiert sich bei genauerem Hinsehen aber schnell. Es wird auch reichlich abgeholzt im Freistaat.
Rechtsaußen will unser Land zurück in die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas führen, anstatt unsere Heimatenergien auszubauen. Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion wollen dagegen, dass Bayern seinen Energiebedarf möglichst klimafreundlich und aus eigener Kraft decken kann.
Die sind halt genauso ein Fähnchen im Wind (pun intended), wie das große Vorbild CSU es seit Sensei Seehofer vormacht.
Das oberste Ziel ist immer der Machterhalt, und wenn man da eine überwiegende Mehrheit in der Wählerschaft wittert, dann dreht man seine politische Meinung eben früher oder später da hin.
Waren die Bayern nicht die die am lautesten gekrischen haben, als es darum ging mehr Windräder zu bauen?
Abgesehen davon, dass es unglaublich dumm ist in Zeiten in denen Energie so viel wie nie kostet, bei Wind einzusparen.
Jein… die CSU ist grundsätzlich gegen Fortschritt und seit einigen Jahren dank persönlicher Vendetta von Söder auch auf striktem Anti-Grüne Kurs.
Die Freien Wähler aber sind komisch. Die sind längst nicht so konservativ und auch nicht so populistisch wie man meinen möchte. Aiwanger ist da eher die traurige Ausnahme und auch der muss sich halt einigermaßen nach der Partei richten. Und da kommt teilweise 'ne interessante Mischung bei raus: Auf der einen Seite hast du die typischen C*U Talking Points, auf der anderen Seite Forderungen nach besserem ÖPNV and mehr Umweltschutz. Auf der einen Seite steht die typisch konservative Landwirtschaftförderung (inklusive populistischem Ruf nach unbeschränkter Tierhaltung), auf der anderen Seite Reformideen zur Verbesserung der Qualität, mehr Lieferkettentransparenz, Stärkung regionalen Absatzes inklusive Direktvermarktung für kleine Betriebe. Und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, Ausbau erneuerbarer Energie, sowie Bayern zum Standort for Wasserstoffproduktion machen, haben die schon lange im Programm; quasi als als klassischer Heimat- und Umweltschutzpunkt, den man bei “Konservativen” eigentlich erwarten würde, aber so ot vermisst.