No Front. Das ist eine ernsthafte Frage. #fcsp #antisemitismus #jacksonirvine
Ernsthafte Antwort: Es ging dabei nicht um Kritik an der aktuellen israelischen Regierung. Es fing mit einem mehr als fragwürdigen Shirt an, und seinem anschließenden Wischi-Waschi-Umgang mit der sachlichen Kritik und den vielen Hinweisen und Erklärungen der enthaltenen Symbolik, die Irvine allesamt ignoriert hat. Er hätte es mit ein- zwei klaren Sätzen schnell ausräumen können, hat er bis heute nicht geschafft und nur um den heißen Brei herumgeredet.
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Auch über den Fall hinaus ist mir nichts bekannt, wo irgendjemand bei der "leisesten Kritik an der israelischen Regierung" Antisemitismus vorgeworfen wurde. Dabei ging es jeweils um ganz andere Kaliber, von der krassen Einseitigkeit mal ganz zu schweigen.
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Die Nennung von Jackson hat dazu geführt, dass ihr meine Frage nur in seinem Kontext wahr genommen habt. Das war so tatsächlich nicht beabsichtigt.
Hier aber, weil es so rüber kam, etwas Kontext dazu: https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2025/10/debatte-shirt-fc-palestina-trikot-chefket.html
Tatsächlich ging es mir wirklich darum, dass aus dem Umfeld des FC St. Pauli häufig bereits berechtigte Kritik an der Siedlungspolitik als Antisemitismus geframed wurde.
Und mich interessiert wirklich, wie das aus aktueller Sicht gesehen wird.

Ein Trikot des fiktiven "FC Palestina" führt zur Absage eines Konzerts und zu Diskussionen bei einem Bundesligaverein. Verboten ist das Trikot nicht - und wer seine Träger pauschal verurteilt, macht es sich zu leicht. Eine Recherche und Analyse von Simon Wenzel
@fussballliebe @OchMensch es gibt immer die Leute die berechtigte Kritik als Antisemitismus framen genauso wie es Leute gibt die Antisemitischen Scheiß als Kritik verkaufen wollen.
Ich fürchte das wird man nicht auflösen können, weder bei St.Pauli noch woanders.
Im Prinzip kann man diesen Leuten nur aus dem Weg gehen. Die wollen nicht kommunizieren sondern ihre Agenda verbreiten.
Es kommt halt auch immer darauf an, wie Kritik formuliert wird und in welchem Kontext. Ich persönlich habe noch nie erlebt oder beobachtet, dass bloße Kritik an der Siedlungspolitik als antisemitisch betitelt wurde. Hingegen habe ich schon oft beobachtet und erlebt, wie derartige Kritiken in Erzählungen eingebunden werden, die am Ende dann in ihrer Gesamtheit eben doch mindestens antisemitische Züge aufweisen, nicht selten sogar weit darüber hinaus.