Das #Ehegattensplitting muss nicht abgeschafft, sondern ersetzt werden! Steuerlich profitieren müssen all die vielen verschiedenen Modelle, in denen Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.
@dominikdresden
Ich überlege gerade, was ich mit diesem Satz anfangen soll.
@waidler Wie wäre es, wenn man erst zu Ende überlegt und danach kommentiert? Bin gern bereit gut durchdachte Argumente pro und contra zu diskutieren.
@dominikdresden
Ich konnte halt mit deinem Statement nichts anfangen. Das hat sich bis jetzt auch nicht geändert. Dennoch habe ich versucht, ein paar Gedanken zum Ehegattensplitting zu formulieren:
https://blog.watzmann.social/ehegattensplitting-steuergerechtigkeit-mythen-und-die-nackte-mathematik/
Wenn du magst, darft du mich gerne an deinen Gedanken dazu teilhaben lassen. Was ich nicht wollte - dich verärgern.
Ehegattensplitting: Steuergerechtigkeit, Mythen und die nackte Mathematik

Ein nüchterner Blick hinter die politische Kulisse Es gibt kaum ein steuerpolitisches Thema in Deutschland, das so regelmäßig als Gerechtigkeitsfrage verkleidet wird wie das Ehegattensplitting – und bei dem die tatsächliche Mathematik so konsequent unter den Tisch fällt. Feministische Verbände nennen es eine „Heiratssubvention für Verdienstungleichheit". Familienpolitiker verteidigen es als „Schutz

WATZMANN.SOCIAL

@waidler Habe deinen Beitrag gelesen; ich denke, du hast das alles gut beschrieben.

Meine Hauptkritik an Ehegattensplitting: Es fördert ausschließlich Ehen. Alle anderen Modelle, in denen Menschen füreinander und sogar für Kinder Verantwortung übernehmen, können nicht davon profitieren.

Ich sehe nicht die Notwendigkeit, Ehen an sich zu fördern. Diese höchstpersönliche Entscheidung, ob man heiratet, geht den Staat nix an.

Der Staat soll Kinderbetreuung unterstützen durch hohe Freibeträge, durch gute, günstige Kitas und durch die beste Bildung in Schulen. Der Staat soll die Pflege von Angehörigen (im weiten Sinne) unterstützen. Der Staat soll Eigentumserwerb fördern. All das geht auch unverheiratet.

Ich bin persönlich auch überhaupt kein Freund des Einverdiener-Modells. Das darf natürlich jedes Paar selbst entscheiden. Mir geht es dabei gar nicht mal um die Volkswirtschaft. Finanzielle Abhängigkeit vom Partner ist ein Machtgefälle und kann unfrei machen.

@dominikdresden @waidler Mit diesem Modell werden kinderlose Paare gegenüber Singles weiterhin steuerlich besser gestellt. Ich finde, dazu gibt es keinen Grund, zumal Paare sich viele Haushaltskosten teilen können. Ehemals Alleinerziehende hingegen zahlen wieder den vollen Steuersatz, wenn die Kinder aus dem Haus sind und sie keine neue Partnerschaft eingehen wollen oder können. Wir wissen, dass vor allem Frauen alleinerziehend und von Altersarmut betroffen sind. Splitting hilft diesen gar nicht
@dominikdresden @waidler Ich finde, Splitting für kinderlose Paare (ob Ehe oder anders) sollte abgeschafft und das Mehr an Steuereinnahmen der Kinderbetreuung und der Altenpflege zugute kommen. Beides geht uns als Gesellschaft alle an.