Die große digitale Straße wird gerade neu asphaltiert – diesmal mit „rechtsstaatlichen Mitteln“. Klingt sauber. Ist es aber nur, solange man übersieht, worauf das Ganze basiert:

Kontrolle funktioniert nur dort, wo Infrastruktur kontrollierbar ist.

Heißt konkret: Zentralisierung ist keine Begleiterscheinung – sie ist Voraussetzung.

Und jetzt wird es schräg: Man baut Systeme, die nur in zentralisierten, proprietären Umgebungen funktionieren – und erklärt diese dann zur Norm.

Wer da nicht mitlaufen will, soll halt „querfeldein“ gehen? Ja, theoretisch.

Praktisch heißt das:

  • Kein Anschluss
  • Keine Reichweite
  • Keine Teilnahme

Also bleibt man auf der Straße. Und beschwert sich, dass dort Kameras hängen.

Der eigentliche Konflikt ist nicht Überwachung vs. Freiheit. Sondern:

👉 Infrastruktur vs. Autonomie

Solange wir akzeptieren, dass Kommunikation nur über wenige große Straßen läuft, brauchen wir uns über Verkehrsregeln nicht wundern.

Die spannende Frage wäre eigentlich:

Warum gibt es so wenige begehbare Wege daneben?

Oder anders:

Vielleicht ist nicht die Überwachung das größte Problem – sondern dass wir vergessen haben, wie man Wege selbst baut.

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Pleroma