"Es ist ein Fehler, Klimapolitik als Lebensstilfrage zu rahmen – als Frage individueller Konsumentscheidungen, kultureller Haltungen oder gar ökologischer Distinktion. Auf diese Weise wird entlang horizontaler Linie gespalten, anstatt vertikal zu denken. Unsere Aufgabe ist es, die Konfliktlinie zu verschieben: nicht Zugehörigkeit gegen Ausschluss, nicht Stadt gegen Land – sondern oben gegen unten."

(Das gleiche lässt sich auch über KI sagen. #NoAI virtue signaling ist kontraproduktiv).

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198737.klimakrise-und-linke-strategien-emanzipation-vom-wachstum.html

Emanzipation vom Wachstum

Warum linke Transformationspolitik mit dem Wachstums-Leitbild brechen und antifaschistisch sein muss. Ein Gastbeitrag des Transformationsforschers Matthias Schmelzer

nd-aktuell.de

@festal
Können wir uns bitte darauf einigen, das „KI“
noch gar nicht existiert?!
Und dass künstliche Intelligenz im Zweifel ein Bewusstsein hätte? Womit dann auch die Frage zur Ausbeutung und Sklaverei gestellt werden müsste!

#NoLLMsoldAsAI

@diekehrseite @festal "Künstliche Intelligenz" bzw. "Artificial Intelligence" war schon seit den späten 1950ern, als der Begriff geprägt wurde, eher ein Marketingbegriff. KI/AI wird zusammengefaßt für alle Bereiche der Informatik verwendet, welche sich mit der computerisierten Lösung komplexer Aufgaben beschäftigen, für welche Menschen ihre Intelligenz einsetzen. Maschinenlernen bzw. virtuelle neuronale Netze ist nur einer von vielen technischen Ansätzen dabei, einer, welcher schon seit den 1960ern existiert, allerdings wurden erst im frühen 21. Jahrhundert die verfügbaren Computerkapazitäten groß genug, um damit auch praktisch etwas anfangen zu können.
Ob maschinelle Systeme jemals ein menschliches Intelligenzniveau erreichen werden, steht in den Sternen, aber selbst Würmer haben Intelligenz. Es braucht auch kein Bewußtsein, um intelligent zu sein; ein Bewußtsein brauchen hochentwickelte Tiere wie wir, aber ein KI-System ist kein Tier.

@LordCaramac
“Intelligenz ist die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, Probleme zu lösen und sich an neue Situationen anzupassen, wobei sie sowohl kognitive als auch emotionale Aspekte umfasst.”

Emotion fällt bei der Maschine aus.
Auch reale Erfahrung ist keine anwendbare Größe. Alles was eine Maschine nach aktuellem Stand ausgeben kann, ist eine ideale Anpassung an das geforderte (Ablauf-)Muster. Man mag das gern als Prozessoptimierung bezeichen. Intelligenz ist das nicht.

#MarketingHoax

@diekehrseite Man kann sicherlich auch Maschinen Emotion verleihen. Emotion ist so eine Art globaler Zustand des Systems.

@diekehrseite Ersten gilt, wie gesagt, daß KI nur die Bezeichnung für alles ist, wo man mithilfe von Computern komplexe Aufgaben löst, für welche Menschen ihre Intelligenz benutzen. KI muß überhaupt nicht intelligent sein, um als solche zu gelten, sondern nur Ergebnisse liefern, die intelligent aussehen.
Zweitens sind die Beschränkungen heutiger KI-Anwendungen keine ewigen, endgültigen Grenzen, sondern nur die Grenzen der momentan verwendeten technologischen Ansätze. Gerade die extreme Verengung, zuerst fast ausschließlich auf Deep Learning, dann noch zusätzlich auf Transformer-basierte LLMs innerhalb des DL-Paradigmas, ist eine Fehlentwicklung und absolut nicht zielführend, wenn man mich fragt. Die Architektur gegenwärtiger KI-Systeme kommt längst an ihre Grenzen; wir haben überhaupt nicht genug Computerkapazitäten auf diesem Planeten, um auch nur die Leistung eines einzelnen menschlichen Gehirns zu erreichen, geschweige denn zu übertreffen, und werden sie mit der heute üblichen Hardware auch nicht erreichen, weil uns vorher die Ressourcen ausgehen.
Das heißt nicht, daß die KI-Forschung aufgegeben werden müßte; es heißt vielmehr, daß es Blödsinn ist, alles auf einen einzigen technischen Ansatz zu setzen und allein diesen mit aller Gewalt voranzutreiben, bis nichts mehr geht.
Es gibt auch noch andere Ansätze. Der uralte klassische Ansatz war symbolische KI, also regelbasierte, menschenlesbare Systeme -- Expertensysteme, semantische Netze, all sowas. Da kommt man schnell an ein Ende, weil es einfach unmöglich ist, alle Regeln zu finden und aufzuschreiben, nach denen die Welt funktioniert. Sich aber fast völlig von diesem Ansatz abzuwenden und allein auf Maschinenlernen zu setzen, war auch ein Fehler.
Dann gibt es noch Ansätze wie evolutionäre Algorithmen, künstliches Leben (KL/AL) und sowas. Beispielsweise kann man Zufalls-Software generieren, diese dann danach bewerten, wie nah sie an das kommt, was man gerne hätte, von den nicht ausselektierten Kandidaten "Mutanten" erzeugen mit zufälligen Veränderungen, bis man irgendwann eine Software hat, die die Aufgabe erfüllt.

Das Problem mit KI ist, daß da ständig irgendwelche Leute den Stein der Weise gefunden haben wollen, wenn mal irgendwas besser funktioniert als erwartet, und dann plötzlich irrsinnige Summen in das Feld gesteckt werden, bis die Investoren irgendwann merken, daß 99% von allem, worin sie investiert haben, nicht funktioniert, und dann wird für die nächsten 20 Jahre die gesamte KI-Forschung massiv unterfinanziert. Was wir da wirklich brauchen, ist Grundlagenforschung. LLMs sind aus Sicht der KI-Forschung hochinteressant, aber untauglich für ernsthafte Anwendungen. Wir sollten LLMs als Experimente betrachten und gucken, wie sie genau funktionieren, sollten sie sezieren und durchleuchten, um daraus für zukünftige weiterführende Experimente zu lernen. Stattdessen werden diese experimentellen Textgeneratoren überall reingestopft, wo sie überhaupt nichts zu suchen haben.

Ein meiner Ansicht nach in der KI immer wieder auftauchendes Problem ist, daß man versucht, das Haus von oben her zu bauen. Man versucht, den abstrakten logischen Verstand des Menschen nachzubauen, bevor man die viel fundamentaleren Formen von Intelligenz hinbekommen hat. Wir sollten uns erst einmal darauf konzentrieren, die Intelligenz von Arthropoden wie Krebsen oder Insekten nachzubilden. Wir überschätzen, wie hart es ist, Texte zu formulieren oder im Schach zu gewinnen, und wir unterschätzen, wie schwer die geistigen Herausforderungen sind, die jeder Gecko zwei Sekunden nach dem Aufwachen mit links bewältigt.

@LordCaramac
womit du dich einfach selbst bestätigst: KI/AI ist ein Marketingbegriff. Einer der akut in die Irre führt. Konsequenterweise ist daher die Begriff „Intelligenz“ zu vermeiden. Ein LLM besitzt keine Intelligenz. Es betrachtet vielleicht statt einer Hand als Verfeinerung die Finger. Trotzdem bleibt das Ergebnis ein stochastisch begründeter Rückschluss aus bekannten Vorlagen. Ob eine Maschine irgendwann mal tatsächliche Intelligenz entwckelt? Womöglich. Jetzt ist nicht dieser Moment.
@diekehrseite Es ist vor allem ein Begriff, welcher Bereiche der Informatik zusammenfaßt, die ansonsten überhaupt nichts miteinander zu tun haben, außer daß sie versuchen, komplexe Aufgaben mit Computern zu lösen, für die es zuvor nichts gab, was sie hätte lösen können, abgesehen von menschlicher Intelligenz.
@LordCaramac
es ist vor allem ein die Allgemeinheit irreführender Begriff. Was dem Informatiker bei der Zusammenfassung helfen mag, lässt den Betriebswirt an KIJesus glauben …
Ich wünsche mir eine sachliche Distanz und vor allem weniger Allmachtsfantasien der K„I“Kultisten.