*482 Euro im Monat.
So viel zahlen Familien in Freiburg für eine 10-Stunden-Kita-Betreuung,
sobald sie knapp über den Einkommensgrenzen liegen.

Das Problem:
Es gibt nur zwei Ermäßigungsstufen.
Für viele bedeutet das: gleicher Beitrag, egal wie viel sie wirklich verdienen.

Das ist nicht fair.

In Städten wie Tübingen geht das besser: Mit bis zu 15 Einkommensstufen zahlen Familien gestaffelt und damit gerechter.

Genau das will ich auch für Freiburg.
Für faire Kita-Gebühren und bessere Bedingungen für Familien.

#freiburgkannmehr #freiburg #freiburgImBreisgau

@monikastein Schöne Idee. Zeitweilig durfte ich als Selbstständiger auch von der Ermäßigung profitieren. tatsächlich dann aber alles wieder nachbezahlen. Die Dauer für die Prüfung mit den vorhandenen 2 Stufen bei zwei Selbständigen dauerte so zwölf Monate.
Viel Spaß bei 15 Stufen und Veränderungen beim Einkommen.

Wahrlich wäre imho im Zuge der Förderung aller eine Abschaffung und ein freiwilliger Solibeitrag viel einfacher*.

(*ja, das ist nicht realistisch)

@GoFollow @monikastein ich kann nicht ganz verstehen warum es viel komplizierter sein muss eine Tabelle mit 15 Stufen an einem Antrag anzuwenden oder zwei Stufen. Es ist eine Tabelle
@fabzgy @monikastein die Chance neu eingestuft zu werden bei jeder Änderung der Einkommenssituation ist bei so vielen Stufen ggf höher?
Habe gerade ein halbes Jahr in einer öffentlichen Verwaltung gearbeitet und das Tempo und die Flexibilität habe ich jetzt nicht als Top Skill erlebt.

@GoFollow für Selbstständige ist die Prüfung des Einkommens wirklich auf allen Ebenen anstrengend. Das geht ja schon beim Elterngeld los. Da muss sich aber auf Bundesebene bei der Erhebung endlich etwas ändern, um Selbstständige zu entlasten.

Und sonst hat @fabzgy natürlich Recht. Das Einkommen wird auch jetzt schon geprüft, es werden nur mehr Stufen angelegt. Es wird also nicht bürokratischer, dafür aber gerechter.

Und den Traum der Abschaffung von Kita-Gebühren teile ich natürlich auch, aber auch hier haben wir als Stadt aktuell wenig Handlungsspielraum und müssen auf eine bessere Finanzierung durch Land und Bund hoffen. So lange können wir hier die Verteilung der Kosten trotzdem fairer gestalten.

@monikastein fair wäre prozentualer Anteil vom Einkommen und Befreiung unter einen Minimum. Richtig wäre, wenn KiTas und Kindergärten teil des Bildungssystems wären und demnach kostenlos.
@seppini Absolut richtig. Die Bildung fängt in der Kita an. Die aktuelle Haushaltslage und die Finanzierung von Land und Bund geben uns als Stadt gerade nicht viel mehr Handlungsspielraum als die für uns anfallenden Kosten gerechter zu verteilen. Das ärgert mich, die Möglichkeit es zumindest fairer zu machen, sollten wir trotzdem nutzen, solange sich an der Gesamtsituation noch nichts geändert hat.
@monikastein Wir wünschen uns, dass die Anzahl der Kinder berücksichtigt wird. Bei sechs Kindern wird nämlich auch ein ordentliches Gehalt nicht ausreichen, selbst dann nicht, wenn die Einteilung in eine von fünfzehn statt bisher zwei Einkommensstufen erfolgt. Eine solche Berücksichtigung wird oft (wenn überhaupt vorhanden) als "Härtefall" bezeichnet, was aber sprachlich an unserer Freude am Leben mit Kindern und dem damit verbundenen Beitrag zu einer offenen und demokratischen Gesellschaft völlig vorbeigeht.

@S1SYPHOS bisher wird die Anzahl an Kindern ja schon berücksichtigt. Ab dem 3. Kind sind die Beiträge erheblich reduziert und bis zum 5. Kind steigt auch die Einkommensgrenze für die Ermäßigungen nochmal deutlich an. Mit fünfzehn Einkommensstufen würden dann auch dort die Beiträge fairer verteilt nach dem Haushaltseinkommen.

Aber, dass das bei sechs Kindern trotzdem erhebliche Kosten sind, kann ich gut nachvollziehen.

Mir wäre es sowieso am liebsten, wenn die Kita für alle Kinder kostenfrei wäre, leider ist das mit der aktuellen Haushaltslage bei gleichbleibender Qualität nicht umsetzbar. Ich hoffe, dass sich da auf Bundes- und Landesebene zeitnah etwas ändert. Ich setze mich auch jetzt als GEW Landesvorsitzende in Baden-Württemberg schon stark dafür ein.

Und ich möchte natürlich auch Familien im restlichen Alltag entlasten, gerade bei den Mietpreisen, die aktuell einen viel zu großen Anteil der Haushaltseinkommen ausmachen.

@monikastein Vielen Dank für dir engagierte und auch realistische Antwort, ich und wir wünschen dir viel Erfolg!