»Was die nun schockierten Israelfans verstehen müssen ist nicht, dass Israel immer das werden musste, was es jetzt offensichtlich ist – das ist mMn diskutabel –, sondern, dass es diese Monstrosität nur dank westlichem Schutz und Straffreiheit werden konnte.
Ihre unbedingte Solidarität henkt mit.≤
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Michael Sappir (@m.sappir.net)

Was die nun schockierten Israelfans verstehen müssen ist nicht, dass Israel immer das werden musste, was es jetzt offensichtlich ist – das ist mMn diskutabel –, sondern, dass es diese Monstrosität nur dank westlichem Schutz und Straffreiheit werden konnte. Ihre unbedingte Solidarität henkt mit.

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»Das rechtsextrem-terroristisches Programm eines Ben-Gvirs hätte nicht aufgehen können sollen, war eigentlich zum Scheitern vorprogrammiert, aber – davor haben Biden und Scholz und co. die israelische Gesellschaft über Jahre von Genozid geschont. Und so darf es weitergehen, sich entfalten. Bravo!«
»Westliche Helfershelfer, die irgendwie bisher keine rote Linie ziehen wollten, können sich vom israelischen Henkergesetz nicht reinwaschen. Sie habe daran mitgewirkt, der israelischen Politik zu zeigen, dass sie alles darf. Sie haben dieses Gesetz, und viel mehr Mord und Zerstörung, mit ermöglicht.«
Die Formulierung fasst es sehr gut zusammen. Es gab über all die Jahre immer wieder eine riesige Anzahl von Gelegenheiten und Möglichkeiten für westliche Staaten wie Deutschland vom israelischen Staat die Einhaltung von Menschenrechten bzw Völkerrecht einzufordern.
Und in jedem einzelnen Fall blieb es bei einer schwach formulierten Bitte und nie gab's Konsequenzen.
Das Resultat war immer erwartbar und immer das gleiche es gab immer nur noch mehr Menschrechtsverletzungen.
Welche Veranlassung hätten israelische Politik, und israelische Armee und israelische Gesellschaft denn gehabt die Menschenrechtsverletzungen auch einzustellen, wenn es nie Konsequenzen dafür gab? Die Radikaliserung nach rechts war die erwartbare Folge. Jede gelieferte Waffe, jedes öffentlich zelebrierte "wir stehen an der Seite Israels", jeder Handel mit Siedlern, jeder Ausbleibende Sanktion oder Boykott sendete die Botschaft "Bitte weiter so. Begeht noch mehr Menschenrechtsverletzungen"

@stephie_hamburg Israel wird von einer Regierung aus Mafiosi, Judäofaschisten und religiös-irren Apokalyptikern beherrscht, welche bei jeder Gelegenheit die Stellen aus der Schrift zitieren, wo das auserwählte Volk Gottes dazu aufgerufen wird, seine Feinde abzuschlachten inclusive Frauen, Kinder, Haustiere und Vieh. Und ein gewaltiger Teil der israelischen Bevölkerung findet das auch noch völlig in Ordnung so. Währenddessen sitzen bei der Hamas Islamofaschisten und muslimische religiös-bekloppte Apokalyptiker, und im Weißen Haus sitzen Christofaschisten und christlich-fundamentalistische religiös-hirnverbrannte Apokalyptiker.

Das ist halt auch das Problem mit dieser kleinen Flußoase in der Wüste und besonders mit der Stadt Jerusalem: Es ist das sogenannte "Heilige Land" der drei großen abrahamitischen Religionen, und die religiösen Fanatiker aller drei Religionen sind bereit, ganze Meere von Blut zu vergießen, um dieses Land und die heilige Stadt Jerusalem zu besitzen. Wenn die Hamas könnte, wie sie wollte, würden dort jetzt die Juden abgeschlachtet anstelle der Palästinenser. Im Iran sitzen auch schiitische Apokalyptiker, die sich seit Jahrzehnten auf die letzte Schlacht vorbereiten. Ich denke nicht, daß es da irgendeine befriedigende Lösung gibt, die Gewalt wird erst enden, wenn alle tot sind und das ganze Land komplett unbewohnbar.

@LordCaramac
Das ist zu einfach und zu holzschnittartig, verzerrt und verkennt Lage und Machtverhältnisse und ignoriert historischen Kontext.

Zwar gab's immer wieder Gewalt in der Gegend, Kriege. Es muss nicht zwingend alles auf Gewalt hinauslaufen. Im Gebiet des heutigen Israel und Palästina lebten ja lange Zeit die verschiedensten Gruppen verschiedener Religionen recht friedlich zusammen. Die aktuelle Gewalt ist ja Folge der gewalttätigen Vertreibungen für ein koloniales Projekt.

@LordCaramac Ohne Jahrzehnte Besatzung & Vertreibung & absichtlicher Sabotage aller friedlichen Bestrebungen wäre Hamas nie entstanden, genauso wie Hezbollah ein Produkt der Besetzung des Libanon ist. Als Reaktion auf Besatzung & Vertreibung entstehen immer Gruppen die dagegen auch kämpferisch vorgehen.
Genauso war es ja nicht zwangsläufig so, dass im Iran das aktuelle Regime die Macht übernehmen würde. Es ist Ergebnis der Zerstörung der Demokratie im Iran & Ergebnis der brutalen Schahdiktatur.
@LordCaramac
Meine These ist auch, dass Religion eigentlich gar keine große Rolle spielt bei vielen der Konflikte die als Kampf der Kulturen geframed werden. Sie kann andere Konflikte zusätzlich mit weiteren Erzählungen aufladen und Religion kann mit Autoritarismus und Gewalt einhergehen, muss aber nicht. Meist geht's um ziemlich weltliche Macht.
@stephie_hamburg Das denkst du auch nur, weil du nicht fanatisch gläubig bist. Wir haben es aber, wenn es um das Land am Jordan geht, immer wieder mit religiösen Fanatikern aller Art zu tun, und diese kommen früher oder später immer wieder an die Macht. Wie und warum das in verschiedenen historischen Epochen geschieht, ist dabei natürlich immer wieder anders, aber die destruktive Kraft fanatischer religiöser Bewegungen zieht sich quer durch die Geschichte. Wenn eine Bevölkerung mit hinreichend fest etablierten religiösen Strukturen unter Druck gerät, nimmt die Religiosität zu, weil Religion eben auch Opium ist, Religion ist das, womit die Leute ihren Schmerz betäuben, aber auch ein Rauschmittel, das hilft, die Realität auszublenden und durch ein Zerrbild zu ersetzen.