RE: https://chaos.social/@netzpolitik_feed/116311078443651927

"Soziale Medien müssen langweiliger werden."

Oder sozialer.

Warum sagt uns kein Bot nach 3 Posts hin und her: "Wollt ihr nicht lieber direkt miteinander reden? Trefft Euch doch mal oder hier ist der Link zu einer Videokonferenz."

@kaffeeringe was inzwischen fehlt, sind themenbasierte Gruppen. 2015/2016 wurde der Großteil der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe über Gruppen auf Facebook organisiert. Der Übergang von virtuellem Treffen und Reallife Meetings war einfach.

Es gab für jedes Hobby Gruppen in denen Menschen sich kennenlernen und fürs Reallife verabreden konnten.

Auf lokal bregrenter Ebene ist das jetzt über nebenan.de möglich.

Meta, X, Bluesky sind suboptimal dafür.

@kunterbuntesneukoelln @kaffeeringe wie schätzt Du das Potential von Gruppen im Fediverse ein?

In Mastodon kann man ja keine erstellen, aber zumindest rudimentär nutzen. Z.B. Friendica kann das ja mit einfachen Hausmitteln.

@wolf @kaffeeringe ich fürchte die Bedienung ist nicht intuitiv genug. Das ist generell ein Problem im Fediverse welches von Nerds für Nerds gebaut ist. Helfen würde ein Dienst, der einfach zu verstehen ist. Vielen Internet-Nutzer*innen war Mastodon schon zu schwierig. Um Reallife-Treffen in den Fokus zu rücken, bräuchte das Fediverse deutlich mehr Nutzer*innen. Jemand aus dem eigenen Wohnort mit dem selbem Hobby zu finden, ist hier nur für Großstädter*innen wahrscheinlich.

@kunterbuntesneukoelln @kaffeeringe ich nutze schon lange nicht mehr wirklich kommerzielle Socialmediaplattformen, aber eines weiß ich doch sicher: Diese Erzählung dass das Fediverse ja ach so kompliziert und die Peoplefarmer so einfach sich selbst erklärend funktionieren ist ein Märchen was auch durch immer neue Erzählung nicht wahrer wird.

Ich musste zuweilen beruflich Facebook und Instagram nutzen. Niemand kann mir glaubhaft machen, dass sich dort die Funktionen besonders "intuitiv" oder logisch erschließen. Das ist einfach jahrelang antrainiertes Know How (wie bei allen digitalen Abläufen). Das kann niemand automatisch aus der genialen UI heraus. Im Gegenteil. Vieles ist dort versteckt und in der Logik ihres Geschäftsmodells schon von Haus aus nicht nutzer:innenfreundlich oder einfach konzipiert. Das beginnt schon mit der Tatsache, keine Links raus setzen zu können und endet bei vorgeschriebenen Formatierungsweisen.

@wolf @kunterbuntesneukoelln Ich weiß auch immer nicht, was die Leute meinen, wenn sie sagen "damit komme ich nicht zurecht." - Teilweise sind das die gleichen Leute, die auch mit Twitter nichts anfangen konnten. Denen liegt einfach dieses "Ich schreibe in den digitalen Raum und schaue mal, wer drauf antwortet" nicht. Die wollen Promis folgen oder mit Personen befreundet sein.
@kaffeeringe @wolf Pixelfeld wäre für Promis wie Künstler*innen auch ne gute Plattform, es müssten da nur Prominente auftauchen. Leider funktioniert die Synchronisation zwischen Pixelfeld und Mastodon nur extrem schlecht. Kommentare werden teilweise nur eingeschränkt angezeigt, hab das mehrfach getestet mit meinem Streetart-Pixelfeld und diesem Mastodon-Account.