RE: https://chaos.social/@netzpolitik_feed/116311078443651927

"Soziale Medien müssen langweiliger werden."

Oder sozialer.

Warum sagt uns kein Bot nach 3 Posts hin und her: "Wollt ihr nicht lieber direkt miteinander reden? Trefft Euch doch mal oder hier ist der Link zu einer Videokonferenz."

@kaffeeringe Nice try. Das wäre aber dasselbe, als wollte man dem Maler Pinsel, Farbe und Leinwand verbieten...

@kaffeeringe @DSB_BistumWuerzburg Der Vergleich hinkt, denke ich. Denn zu Leinwand und Pinsel entscheidet sich der Maler (oder ist wirtschaftlich getrieben), während die behandelten Medien mit viel Einsatz einen Sog erzeugen, dem nur schwer zu entkommen ist.

[..]ist kein Charakterproblem. Das ist das Ergebnis von Milliarden Euro[..]
@bionk @kaffeeringe Dass man auf den Plattformen gehalten wird, ist ja nicht einfach "blanke Bosheit" oder so.
Das Geschäftsmodell dieser Medien besteht ja darin, die psychologischen Profile der Nutzer möglichst gewinnbringend zu vermarkten. Das geht aber nur, wenn man möglichst genaue Profile erhält, indem man viele und genaue Daten zu den Nutzern erhebt und verarbeitet. Für die Erhebung muss man die Leute aber nun mal solange "beobachten" (bzw. deren Daten erheben) wie möglich. Das macht man, indem man sie möglichst lange auf den Plattformen hält und Wegwechseln möglichst effektiv verhindert.
Wenn man diesen Medien diese Möglichkeiten verbietet ist das schon dich am "Berufsverbot", vergleichbar dem Maler. Deswegen wird sowas IMHO niemals durchgehen.
#Fediverse als gemeinschaftliche Alternative zu Konzern (der ja seine Kosten decken muss) ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, da raus zu kommen.

@kaffeeringe @DSB_BistumWuerzburg Ach SO war das gemeint mit dem Maler.

Aber nun geht mir der Begriff 'Berufsverbot' deutlich zu weit. Es gibt gesellschaftlich gewünschte (oder wünschenswerte) Aktivitäten und solche, die kontraproduktiv sind. Das kann insgesamt oder in Teilen reglementiert werden und dabei geht es immer um Abwägungen.

Wir sprechen ja auch nicht von 'Berufsverbot', wenn Sterbehilfe von Ärzten nicht geleistet werden darf oder wenn gar nach der Übernahme eines Krankenhauses durch einen neuen Träger regionale Grundversorgung eingeschränkt wird.
Daher erscheint mir Eure Einordnung doch etwas bigott.

Allerdings stimme ich zu, dass Maßnahmen zur Eindämmung von Aktivitäten der Aufmerksamkeitsökonomie kaum durchgehen werden und es daher autonomer selbstorganisierter Strukturen bedarf, um attraktive alternative Angebote zu schaffen.
Auch deshalb betreibe ich seit Jahren meine Instanz.

Bald keine operativen Schwangerschaftsabbrüche in Flensburger Klinik mehr – Deutsches Ärzteblatt

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